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Gesundheit

DAK und Eltern einig: Gesundheitsthemen stärker im Unterricht behandeln

Eltern, Politiker und Wissenschaftler sorgen sich um die Gesundheit unserer Kinder. Zu Recht: Etwa jeder sechste Schüler ist übergewichtig.

Im Jahr 2008 landeten fast 26.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Jeder dritte Schüler leidet unter Stresssymptomen. „Prävention gehört auch in die Schule“, fordert daher die DAK. Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage* im Auftrag der Kasse und der Zeitschrift „abc KinderForum“ sehen das viele Eltern genau so: Mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) sind der Meinung, dass Gesundheitsthemen stärker im Unterricht behandelt werden sollten. Großen Bedarf signalisieren vor allem Eltern, deren Kinder eine Hauptschule (74 Prozent) oder eine Gesamtschule (77 Prozent) besuchen. Je geringer zudem der Bildungsgrad der Eltern ist, desto stärker setzen sie bei der Gesundheitserziehung auf die Lehrer. 

„Neben den Eltern sind die Schulen dafür verantwortlich, dass Kinder ein Gesundheitsbewusstsein entwickeln. Bildung heißt auch Gesundheitserziehung“, sagt Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK. „In der Schule haben wir die große Chance, ebenso die Kinder aus bildungsfernen Familien zu erreichen.“ Der Grundstein für eine gesundheitsbewusste Lebensweise werde in der Kindheit gelegt, spätere Kurskorrekturen, beispielsweise in der Ernährung, seien sehr mühsam, sagt der DAK-Chef.

So liegt das Thema Ernährung den Eltern, die einen „Gesundheitsunterricht“ befürworten, besonders am Herzen (94 Prozent). 88 Prozent wünschen sich zudem, dass ihre Kinder mehr über die Bedeutung von Bewegung und Sport für die Gesundheit erfahren. Eine große Rolle spielt die Aufklärung über die Gefahren durch Alkohol, Rauchen und Drogen (86 Prozent) - fast alle Eltern von Haupt- und Gesamtschülern wünschen sich dabei mehr Unterstützung seitens der Schule (97 und 99 Prozent).

Die meisten Mütter und Väter wüssten gern ihre Kinder in Sachen Erste Hilfe und Unfallvermeidung besser gewappnet (86 Prozent). Rund drei Viertel der Eltern sehen auch Bedarf, im Unterricht stärker die Themen Sexualität, Hygiene und Körperpflege sowie Bau und Funktion des menschlichen Körpers zu behandeln. Gleichermaßen wünschen sich die Eltern, dass Lehrer verstärkt die psychische Gesundheit ihrer Schützlinge im Fokus haben, indem sie die Kinder in Stressbewältigung und Gewaltprävention schulen.

Dieser Wunsch ist durchaus begründet. Jüngste Studien der DAK und der Leuphana Universität Lüneburg haben gezeigt, dass die Gesundheit der Schüler nicht zuletzt vom Schulklima und der Schulkultur abhängt. Viele Schüler leiden demnach unter Schulstress und Mobbing und gehen häufig mit psychosomatischen Beschwerden zur Schule. Im Rahmen der DAK-Initiative „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“ begleitet und berät die Leuphana Universität Lüneburg für die Krankenkasse inzwischen bundesweit 30 Schulen, die sich freiwillig für das dreijährige Projekt beworben haben. Die Gesundheitsziele werden von jeder Schule individuell festgelegt. Grundlage bildet eine umfassende Befragung von Schülern, Lehrern und Eltern zum Schulalltag und Schulklima.

*Repräsentative DAK-Umfrage, 2. bis 9. Februar 2010, 1.003 Befragte mit Kindern zwischen 8 und 18 Jahren

Quelle: DAK

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