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Gesundheit

BVKJ rät zu Sporttauglichkeitsuntersuchung vor Wettkämpfen

Zwei Mädchen im ScHwimmbecken
Bild: © Jörg Hackemann - Fotolia.com

Wollen Kinder und Jugendliche an Sportwettkämpfen teilnehmen, sollten Eltern einen Gesundheits-Check durchführen lassen, um Überlastungsschäden, Verletzungen oder Herz-Kreislauf-Problemen vorzubeugen, rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.

"So können Eltern sicher gehen, dass der gewählte Sport auch für ihr Kind geeignet ist. Besonders wichtig ist eine kardiologische Untersuchung zum Beispiel, wenn es innerhalb der Familie einen plötzlichen Todesfall bei einem unter 35-Jährigen gab oder wenn ein Familienangehöriger an einer koronaren Herzkrankheit erkrankt ist bzw. einen Herzinfarkt in jüngeren Jahren erlitten hatte", erklärt Dr. med. Hermann-Josef Kahl, Kinder- und Jugendkardiologe und Präventionsexperte des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Denn für die seltenen plötzlichen Todesfälle bei Kindern und Jugendlichen sind meist nicht erkannte erbliche Herz-Krankheiten verantwortlich, die bei intensivem Sport zu einem Risiko werden können.

Die so genannte hypertrophe Kardiomyopathie gehört zu den häufigsten erblich bedingten Ursachen für plötzliche lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen beim Sport. "Das Tückische an dieser vererbten Erkrankung ist, dass es keine Vorwarnung, wie zum Beispiel Ohnmachtsanfälle, gibt. Bei einer seltenen erblich bedingten Fettstoffwechselstörung mit Gefäßschäden können dagegen zum Beispiel Stiche in der Brust und Luftnot Hinweise sein. In den meisten Fällen sind diese Symptome aber bei Jugendlichen harmlos", ergänzt Dr. Kahl. Ob und in welchen Umfang ihre Krankenkasse sich an den Kosten für eine Sporttauglichkeitsuntersuchung beteiligt, sollten Eltern zur Sicherheit vorab klären.

Laut der Todesursachenstatistik starben 2012 drei Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren am plötzlichen Herztod. Im Jahr 2011 gab es keinen Fall bei den 15- bis 20-Jährigen, und 2010 erlitten vier Heranwachsende in dieser Altersgruppe einen plötzlichen Herztod.

Weitere aktuelle Informationen rund um das Thema "Kinder- und Jugendgesundheit" finden sich auf der Internetseite des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) unter www.kinderaerzte-im-netz.de

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) vom 02.10.2014