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Gesundheit / Kinder- und Jugendschutz

Bundesweit weniger Jugendliche wegen Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt

Ein Glas mit einem alkoholischen Getränk
Bild: Marianne J. / pixelio.de

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu den Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen aufgrund von akutem Alkoholrausch zeigen im dritten Jahr in Folge einen Rückgang: Im Jahr 2015 mussten weniger junge Menschen mit der Diagnose akuter Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt werden.

Bundesweit wurden 21.907 Fälle von Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren registriert. Dies entspricht einem weiteren Rückgang um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings landeten immer noch 2.600 Kinder zwischen 10 und 14 Jahren infolge einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. "Deshalb gilt es, am Ball zu bleiben und sich sowohl für den Jugendschutz als auch für Prävention weiterhin stark zu machen", so Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

Nach einem starken Anstieg zwischen den Jahren 2000 und 2012 auf bis zu 26.673 Fälle, verfestigt sich der positive Trend bei den unter 20-Jährigen: Bei den 10- bis 14-Jährigen wurden 2.613 Fälle registriert, bei den 15- bis 17-Jährigen 12.428 Fälle und bei den 18- bis 19-Jährigen 6.866 Fälle.

Die veröffentlichten Zahlen von Destatis zeigen auch, dass Alkoholvergiftungen in der erwachsenen Bevölkerung weit verbreitet sind, insbesondere bei den 50- bis 54-Jährigen. Mit 12.329 Fällen ist diese Altersgruppe stark von Alkoholintoxikationen betroffen.

Studiendaten der BZgA zum Thema

Kampagnen zur Alkoholprävention der BZgA

  • Kampagne "Alkohol? Kenn dein Limit" für Jugendliche ab 16 Jahren:  www.kenn-dein-limit.info
  • Kampagne "Null Alkohol - Voll Power" für Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren: www.null-alkohol-voll-power.de
  • Aktion "Alkoholfrei Sport genießen" für Multiplikatoren in Sportvereinen:  www.alkoholfrei-sport-geniessen.de
  • Das BZgA-Infotelefon zur Suchtvorbeugung ist unter der Rufnummer Tel. 0221 89 29 31 Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr erreichbar.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 24.11.2016

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