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Gesundheit

Bundesregierung informiert über Verbraucherschutz: Vergiftungsunfälle bei Kindern vermeiden

Ein Teddybär hat ein Pflaster auf der Stirn.

Jährlich registrieren Giftinformationszentren rund 200.000 Anrufe – die Hälfte davon betrifft Kinder. Eine neue kostenfreie App soll helfen, Unfällen vorzubeugen und in Notsituationen angemessen zu reagieren. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat sie vorgestellt.

Nach Stürzen sind Vergiftungen die zweithäufigste Unfallart bei Kindern. Doch circa 60 Prozent der Unfälle wären laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vermeidbar. Das Bundesverbraucherschutzministerium und das BfR haben anlässlich dieser Zahlen eine App herausgebracht, die Eltern, Großeltern, Erziehern und Lehrern beratend zur Seite steht. "Das ist eine sehr gute Hilfe in Krisensituationen", sagte Bundesministerin Aigner bei der App-Vorstellung.

Schneller Zugriff, schnelle Hilfe

Die meisten Gefahren lauern im Haushalt. Wenn Kinder giftige Substanzen wie Haushaltsreiniger, Grillanzünder oder Medikamente zu sich nehmen, ist schnelle Hilfe gefragt. Die "Vergiftungs-App" liefert Verbraucherinnen und Verbraucher ab sofort wertvolle Informationen und genaue Handlungsanleitungen. Die App verfügt über circa 150 Begriffe. Darunter befinden sich verschiedene Chemikalien, Medikamente, Pflanzen und Pilze.

Die App erläutert die Vergiftungserscheinungen und gibt Anleitung für eine rasche Erste Hilfe. Im Notfall kann direkt aus der App heraus das nächste Giftinformationszentrum angerufen werden. Denn im Ernstfall kann sie die ärztliche Beratung nicht ersetzen.

Gefahren erkennen

Die App gibt auch wichtige Tipps, wie man Gefahren besser erkennen und Unfällen vorbeugen kann. "Wir wollen mit dem neuen Angebot vor allem dazu beitragen, dass es in Zukunft weniger Vergiftungsunfälle bei Kindern gibt", so Aigner.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 22.08.2013

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