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Gesundheit

BfR: Sonnencreme schützt, doch gibt es gesundheitliche Risiken?

Kind mit großer Sonnenbrille guckt in den Himmel
Bild: © vvvita - fotolia.com

Im Schwimmbad, im Park oder auf dem Balkon: Wenn die Sonne stark scheint, ist ein Sonnenbrand nicht weit. Damit es nicht so weit kommt, sollte unbedeckte Haut mit Sonnencreme geschützt werden. Zu Beginn der heißen Tage hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die wichtigsten Fragen und Antworten zu gesundheitlichen Risiken von Sonnenschutzmitteln zusammengestellt.

Wie schützen sie vor UV-Strahlung? Sind die darin verwendeten UV-Filtersubstanzen gesundheitlich bedenklich? Wie ist das eingesetzte Nanomaterial Titandioxid einzuschätzen? Werden Sonnenschutzmittel überhaupt überprüft? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) antworten.

„Wer sich in der Sonne aufhält, sollte sich vor der UV-Strahlung schützen. Sonnencremes schützen mit ihren UV-Filtern die Haut“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „UV-Filter sind vom zuständigen wissenschaftlichen Gremium der Europäischen Union bewertet und sicher.“ Übrigens: Der beste Schutz vor einem Sonnenbrand ist laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), die intensive UV-Strahlung der Sonne zu meiden. Bei einem Aufenthalt im Freien sollte die Haut mit Kleidung bedeckt und freie Stellen mit Sonnencreme eingecremt werden.

Sonnenschutzmittel enthalten Filtersubstanzen. Sie lassen die ultraviolette UV-Strahlung der Sonne nicht bis zur Haut durch. Dabei ist zu unterscheiden zwischen organisch-chemischen und mineralischen Filtern. Bei organisch-chemischen Filtern – zum Beispiel Octinoxat – nehmen die Moleküle die Sonnenstrahlen auf und verwandeln sie in Wärme. Mineralische Filter wie Titandioxid reflektieren das Sonnenlicht hingegen wie winzige Spiegel. Oftmals enthalten Sonnenschutzmittel chemische und mineralische UV-Filter. Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft sind gesundheitliche Beeinträchtigungen durch diese UV-Filter bei Sonnenschutzmitteln, die in der Europäischen Union erhältlich sind, nicht zu erwarten. Der Grund: UV-Filter müssen vor einer Verwendung auf europäischer Ebene auf gesundheitliche Risiken untersucht und wissenschaftlich bewertet werden.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung vom 28.05.2020

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