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BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. startet Aufklärungskampagne zum Kindersicherheitstag am 10. Juni

Gefahrenschild Sturz

Stürze stellen eine große Gefahr für Säuglinge und Kleinkinder dar. Mehr als 123.000 Kinder unter fünf Jahren erleiden pro Jahr einen Sturzunfall, der ärztlich behandelt werden muss. Um Stürzen vorzubeugen, startet die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. die Kampagne "Laufen. Springen. Klettern. Sicher geht das!" am Kindersicherheitstag 2011.

Unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr wendet sich die Aufklärungskampagne an Eltern, Kinder, Erzieherinnen und Erzieher. Die Kampagne läuft bis zum Jahr 2014. 

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sagt zum Start dieser Kampagne: "In den letzten Jahren haben wir in der Unfallprävention wichtige Erfolge erzielt. Weniger Kinder erlitten tödliche Unfälle. Aber dennoch ist gerade im Bereich Sturzprävention noch viel zu tun. Denn fast die Hälfte aller Kinderunfälle wird durch Stürze verursacht. Bei der Prävention von Stürzen geht es nicht darum, Kinder in ihrem natürlichen Bewegungsdrang einzuschränken. Denn wir wissen, Kinder mit großer Bewegungserfahrung sind besser vor Stürzen geschützt. Daher ist der Ansatz, die Fähigkeiten der Kinder zu stärken, genau richtig. Hier setzt die heute vorgestellte Kampagne an."

Die meisten Unfälle ereignen sich im eigenen Zuhause. Schwere Stürze haben nach einer Studie des Robert Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den meisten Fällen eine Schädel-Hirn-Verletzung für die Kleinen zur Folge. Außerdem sind sie nach Ersticken, Ertrinken und Wohnungsbränden die häufigste Todesursache bei kleinen Kindern und Säuglingen.

"Mit unserer Sturzkampagne wollen wir Kinder und Erwachsene gleichermaßen ansprechen. Kinder sollen vielfältige Bewegungserfahrungen machen, ihr Umfeld bewusster wahrnehmen und Risiken einschätzen lernen. Erwachsene müssen für mögliche Sturzgefahren sensibilisiert werden", erklärt Dr. Stefanie Märzheuser, Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. und Kinderchirurgin an der Berliner Charité: "Darüber hinaus ist es wichtig, dass Erwachsene unkalkulierbare Risiken vermeiden und mit Kindern sicheres Verhalten üben."

Die BAG fördert die Aufklärungskampagne mit dem Infoblatt "10 Regeln gegen Stürze", mit Sicherheitsinformationen zu Produkten, die an Sturzunfällen beteiligt sind, und mit Tipps zur Vermeidung von Sturzunfällen in den Social Media. Kindertagesstätten erhalten Arbeitshilfen für Kita-Aktionen, um das Thema Stürze in den pädagogischen Alltag einzubinden.

Gleichzeitig sollen spielerische Angebote die Risikokompetenz von Kindern stärken, ihre motorischen Fähigkeiten fördern und das Gefahrenbewusstsein von kleinen Mädchen und Jungen schulen.

Quelle: PM BAG Mehr Sicherheit für Kinder vom 09.06.2011

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