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Weltfrauentag: Kindernothilfe stärkt Frauen und Mädchen weltweit

Mädchen am Strand
Bild: William Stadler   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0

Die Kindernothilfe fördert mit ihren Partnern in armen Ländern mehr als 32.000 Selbsthilfegruppen, in denen Frauen zu selbstbestimmtem Handeln befähigt werden. Auf diese Weise können sie für sich und ihre Familien den Kreislauf der Armut durchbrechen.

Mädchen und Frauen sind in weiten Teilen der Erde weiterhin extrem benachteiligt: Sie gehen seltener zur Schule, werden häufiger Opfer von Missbrauch und haben in vielen Ländern gesetzlich weniger Rechte.

Die Armut der Welt ist noch immer weiblich: Mehr als 70 Prozent der Armen sind Mädchen und Frauen. Deshalb richten sich die Selbsthilfegruppen der Kindernothilfe auch stets an die ärmsten Frauen. Sie schließen sich zusammen, um gemeinsam einen Weg aus der Armut zu finden. Die Frauen sparen zunächst kleinste Beträge für eine ökonomische Basis, erarbeiten aber auch wichtige Lebenskompetenzen, wie etwa das Wissen über Gesundheitsvorsorge, Hygiene oder die Ernährung der Kinder: "Diese Bildung ändert alles. Die Frauen werden dank der Selbsthilfegruppen selbstbewusster und können im privaten und gesellschaftlichen Bereich ihre und die Rechte ihrer Kinder vertreten", so Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe.

Starke Frauen sind unerlässlich, wenn die weltweite Armut nachhaltig besiegt werden soll: Im südlichen Afrika beispielsweise wird bislang nur jedes fünfte Mädchen eingeschult, zwei Drittel aller Schulabbrecher sind weiblich. Weil ihnen Schulbildung fehlt, haben vielen jungen Frauen keine Chance auf eine Berufsausbildung. Sie arbeiten oft im häuslichen Bereich, meist ohne Renten- und Krankenversicherung. Bei Frauen mit einer besseren schulischen Ausbildung und guten Kenntnissen im Bereich der Lebenskompetenzen sinkt hingegen Zahl der Kinder, die in den ersten Lebensmonaten sterben. Gut ausgebildete Mütter bekommen weniger Kinder, können diese aber besser versorgen. Darüber hinaus können selbstbewusste und informierte Frauen sich selbst und ihre Kinder besser schützen, z.B. vor sexueller Ausbeutung und damit auch vor HIV/Aids oder schädlichen traditionellen Praktiken wie der Genitalverstümmelung. Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen ist ein Schlüssel im Kampf gegen die Armut.

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Quelle: Kindernothilfe e.V. vom 07.03.2013