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Bayern

Unterstützungsstrukturen für LSBTIQ*-Personen werden verbessert

Mehrere Menschen mit Regenbogenfahnen sind auf einer Veranstaltung
Bild: Karine Zenda - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Bayern ist vielfältig und lebt ein gutes Miteinander. Dazu gehört auch die Unterstützung für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen (LSBTIQ*). Zur Verbesserung der Beratungsstrukturen startet das staatlich geförderte LSBTIQ*-Netzwerk mit den ersten sechs Trägern, die sich am 2. August 2021 im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales präsentiert haben.

Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner freute sich über die Kreativität der unterschiedlichen Projekte:

„Die Verbesserung der Unterstützungsstruktur für LSBTIQ-Personen in Bayern ist mir ein großes Anliegen. Vielfalt macht Bayerns Lebensqualität aus. Ein angstfreies Leben muss selbstverständlich sein. Die [...] Auftaktveranstaltung zeigt, dass wirksame Strukturen vor Ort teilweise schon vorhanden sind, es bayernweit jedoch einen Aus- und Aufbau braucht. Ein wichtiger Schritt dafür ist die Etablierung des LSBTIQ-Netzwerks in Bayern. Es freut mich sehr, dass wir so zeitnah mit den einzelnen Projektträgern starten können.“

Diese sind:

  • Fliederlich e.V. mit Resi e.V.,
  • pro familia Niederbayern e.V. mit Queer in Niederbayern e.V.,
  • Frauenzentrum Augsburg e.V.,
  • Lesbentelefon e.V. mit Sub – Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum e.V.,
  • Münchner Aidshilfe e.V.,
  • Bayerischer Jugendring,
  • Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. und
  • Lesben- und Schwulenverband Landesverband Bayern e.V.

Das Netzwerk und seine Projekte werden von Professorin Dr. Wegner von der Hochschule München wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es unter anderem, niedrigschwellige Beratungsangebote vor Ort, sowie runde Tische der Initiativen und Organisationen im LSBTIQ*-Bereich in den Regierungsbezirken zu etablieren und zu einem bayernweiten Netzwerk zu spannen. Darüber hinaus ist entscheidend, dass Unterstützungsangebote für LSBTIQ*-Personen, ihre Familien und das soziale Umfeld sowie für Fachkräfte im sozialen Bereich zur Verfügung stehen. Ein bayernweites Fortbildungsangebot soll etabliert werden. Die regionalen Beratungsstellen haben Ihren Sitz in Augsburg, Nürnberg und Landshut. Die „Fachstelle strong!“ mit dem anonymen Hilfetelefon ermöglicht bayernweit eine niederschwellige Anlaufstelle bei Gewalt und Diskriminierung. Die Information und das bayernweite Netzwerk werden mit dem Aufbau einer zentralen Plattform unterstützt. Gefördert werden Projekte, zum Teil bis 2023, mit insgesamt rund 786.000 Euro.

Das „Lesbentelefon e.V.“, das „Sub - Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V.“, die „Münchner Aidshilfe e.V.“ und „Fliederlich e.V.“ übernehmen den Aufbau und die Durchführung des bayernweiten Fortbildungsangebots für Fachkräfte. Für dieses Modellprojekt werden insgesamt 208.834 Euro für knapp zweieinhalb Jahre bis Dezember 2023 zur Verfügung gestellt.

„Wir wollen die Kenntnisse bestehender Beratungs- und Hilfsangebote zum Umgang mit LSBTIQ-Personen und deren Anliegen erweitern. Anlaufstellen, wie z. B. Lebens- oder Familienberatung, Kinder- und Jugendhilfe, Seniorenarbeit oder weitere Beratungsstellen haben wir im Blick. Damit wird ein starkes und effizientes Netzwerk in Bayern aufgebaut. Dieses Projekt ist ein entscheidender Baustein in der LSBTIQ-Unterstützungsstruktur in Bayern“, freut sich Sozialministerin Trautner.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales vom 02.08.2021

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