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Gender / Kinder- und Jugendpolitik

Queer, na und!? Expertengespräch in der Kinderkommission

Bild: © Olesia Bilkei - Fotolia.com

Die Akzeptanz für unterschiedliche sexuelle Identitäten in der Gesellschaft ist groß. Dennoch geben mehr als 80 % der queeren Jugendlichen an, schon einmal Diskriminierung erlebt zu haben. Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages betont, dass alle Heranwachsenden das Recht haben, ihre eigene geschlechtliche Identität zu entwickeln und veranstaltet eine Anhörung zum Internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Biophobie am 17. Mai 2017.

Am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (IDAHOT). Dieser Tag hat auch 2017 nichts von seiner Bedeutung eingebüßt. Zwar ist unsere demokratische Gesellschaft bunt, offen und überwiegend tolerant, die "Ehe für alle" hat in der Bevölkerung großen Rückhalt und Menschen, egal welcher sexuellen Identität, können in unserem Land frei leben wie nie zuvor. Dennoch zeigt die aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts, dass 82 Prozent der befragten homo- oder bisexuellen Jugendlichen und 96 Prozent der Trans*Jugendlichen Diskriminierung erlebt haben.

Lebenssituation queerer Jugendlicher 

Um Jugendliche zu unterstützen, die queer leben, lesbisch, schwul, trans* oder intergeschlechtlich sind, wird sich die Kinderkommission in vier Sitzungen mit der Situation dieser Jugendlichen beschäftigen. Denn eines muss klar sein: In unserer Gesellschaft gilt gleiches Recht für alle Heranwachsenden. Jede/r Jugendliche soll ohne Angst und Repressalien die eigene geschlechtliche Identität entwickeln können.

Zum Thema „Queer, na und!?“ sind zum ersten öffentlichen Expertengespräch am 17. Mai folgende Sachverständige eingeladen:

  • Kerstin Oldemeier, Deutsches Jugendinstitut München
  • Thomas Kugler, Bildungsinitiative QUEERFORMAT, Bildungseinrichtung KomBi-Kommunikation und Bildung Berlin
  • Lisa Müller, In&Out Jugendberatung, Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V.

Bei den nächsten Expertengesprächen wird es am 31. Mai 2017 um intergeschlechtliche Jugendliche, am 21. Juni 2017 um die besondere Situation queerer Mädchen und am 28. Juni 2017 um trans*Jugendliche gehen.“

Quelle: Deutscher Bundestag vom 10.05.2017

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