Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Gender

Gender / Kinder- und Jugendarbeit

Girls'Day und Boys'Day: klischeefrei gegen den Fachkräftemangel

In einer Einrichtung der Kindertagesbetreuung spielt ein Jugendlicher zusammen mit einem Erzieher mit den Kindern
Bild: © boys-day.de - Björn Gaus   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-SA 3.0  Boys'Day 2017 in Bielefeld

Das Bundesjugendministerium und Bundesbildungsministerium sowie Verbände aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft rufen gemeinsam zum Girls'Day und Boys'Day auf. Der Aktionstag, dessen Ziel eine klischeefreie Berufs- und Studienorientierung ist, findet am 26. März 2020 statt.

"Der Tag setzt seit vielen Jahren ein Zeichen für eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees. Er ist für viele junge Menschen ein wesentlicher Impuls auf dem Weg der Berufsfindung", sagt Romy Stühmeier, Leiterin der Bundeskoordinierungsstelle Boys'Day – Jungen-Zukunftstag.

Soziale Einrichtungen und Bildungsinstitutionen öffnen ihre Türen

Der Praxistag erweitert für Mädchen und Jungen ab Klasse 5 den Blick auf ihre berufliche Zukunft. Sie lernen Ausbildungsberufe und Studienfächer kennen, die immer noch von Geschlechterklischees geprägt sind. Mädchen gewinnen Einblicke in technische und handwerkliche Berufe, sammeln Eindrücke im Bereich Industrie oder in der IT-Branche. Jungen erkunden an diesem Tag vielfältige Tätigkeiten, die im Gesundheits- und Pflegebereich sowie Erziehung ausgeübt werden. Soziale Einrichtungen und Bildungsinstitutionen öffnen ihre Türen und ermöglichen den Schülern so einen erfahrungsreichen Praxistag.

Ein Gewinn für alle – Evaluationsergebnisse

Unternehmen und Institutionen profitieren nachhaltig davon, den Aktionstag anzubieten: Das Interesse der Schülerinnen und Schüler, sich nach dem Girls'Day und Boys'Day um ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz zu bewerben, ist groß. Das belegt die aktuelle Girls'Day- und Boys'Day-Evaluation: 38 Prozent der Unternehmen, die sich mehrfach am Girls'Day beteiligen, bekommen Bewerbungen von ehemaligen Teilnehmerinnen – die Quote derer, die so eine Anstellung bekommen, liegt bei beeindruckenden 72 Prozent. Von den Institutionen, die mehrfach am Boys'Day teilnehmen, erhalten 24 Prozent Bewerbungen – auch hier ist die Transferquote hoch: 71 Prozent der ehemaligen Boys'Day-Teilnehmer, die sich bewerben, werden eingestellt.

Eine Auswahl der Evaluationsergebnisse und eine Auswahl an Daten und Fakten rund um das Thema "junge Männer und ihre Studien- und Berufswahl" stehen online zur Verfügung.

Ebenso ist die Broschüre Girls'Day und Boys’Day – klischeefreie Berufsorientierung, die wirkt! (PDF, 2,1 MB) mit Ergebnissen der bundesweiten Evaluationsbefragung zu den Aktionstagen 2018 mit Tipps für die Praxis.zum Download verfügbar.

Angebote eintragen

Wer 2020 teilnehmen und jungen Menschen eine Chance zum Mitmachen bieten möchte, kann das Angebot online eintragen: girls-day.de/radar und boys-day.de/radar.

"Die Aktionstage sind ein erfolgsversprechendes Instrument zur Nachwuchssicherung", sagt Elisabeth Schöppner, Leiterin der Bundeskoordinierungsstelle Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag: "In Zeiten des Fachkräftemangels sind die Potenziale aller Menschen bei Unternehmen und Institutionen gefragt."

Quelle: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. vom 18.11.2019