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Gender / Sozialpolitik

Gemeinsamer Einsatz gegen Rollenklischees bei der Berufswahl

Eine Schülerin untersucht mit einer Lehrerin im Chemielabor eine blaue Flüssigkeit im Erlenmeyerkolben.
Bild: © highwaystarz - fotolia.com

Die Initiative Klischeefrei bringt alle am Berufswahlprozess Beteiligten zusammen. Gemeinsames Ziel ist, Kinder und Jugendliche im Berufsorientierungsprozess frei von Geschlechterklischees zu begleiten und zu fördern. Am 20. Mai wurden die Partnerinnen und Partner der Initiative geehrt, am 21. Mai fand die 2. Fachtagung Klischeefrei mit rund 300 Teilnehmenden statt.

Viel Prominenz war gekommen zur Ehrung der Partnerinnen und Partner der Initiative Klischeefrei. Zum Abendempfang im Haus der Deutschen Wirtschaft kamen Schirmherrin Elke Büdenbender und mit Ministerin Dr. Franziska Giffey und Minister Hubertus Heil gleich zwei Mitglieder der Bundesregierung. Für das Bundesbildungsministerium war Staatssekretär Christian Luft mit dabei, für das Bundesumweltministerium Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter, für die BDA Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, für den DIHK Dr. Achim Dercks, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer, und für den ZDH Holger Schwannecke, der Generalsekretär. Sie alle unterstützen den Einsatz gegen Rollenklischees bei der Berufswahl.

Neue Türen für junge Menschen öffnen

Bundesjungendministerin Dr. Franziska Giffey dankte den Partnerinnen und Partnern: „Unternehmen, Kitas, Schulen, Hochschulen und viele andere Organisationen, die eine klischeefreie Berufsorientierung aktiv mitgestalten, verdienen unseren Respekt. Dank der Unterstützung, Begleitung und Förderung durch unsere Partnerinnen und Partner gelingt nach und nach der Abschied von stereotypen Rollenbildern. Stattdessen stehen die Potenziale und Talente der Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt. Die Initiative Klischeefrei öffnet neue Türen für viele junge Menschen, die das machen können, was sie wirklich wollen und nicht, was einem fertigen Rollenbild entspricht.“

2. Fachtagung Klischeefrei

Am 21. Mai 2019 hat Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey die „2. Fachtagung Klischeefrei“ eröffnet. Die Begrüßung übernahm Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Rund 300 Teilnehmende nahmen an einem abwechslungsreiches Programm im Haus der Deutschen Wirtschaft teil, Schwerpunkt ist dabei das Thema „Berufswahl mit Perspektive“. Auf der Tagesordnung der Fachtagung standen Vorträge und Talkrunden. Auf dem Klischeefrei-Markt wurden vielfältige Unterstützungsangebote für die Praxis präsentiert.

„Mit unserer Initiative Klischeefrei machen wir den Weg frei, damit Jugendliche für sich das Beste durch ihre Berufswahl erreichen können. Berufsplanung ist immer auch Lebensplanung. Mädchen und Jungen können alles werden, was sie sich selbst zum Ziel setzen. Wenn wir alte Geschlechterklischees über Bord werfen und verkrustete Strukturen aufbrechen, schaffen wir neue Zukunftsperspektiven“, so Ministerin Giffey.

Hintergrund

Die Initiative Klischeefrei bringt alle am Berufswahlprozess Beteiligten zusammen – vom Elternhaus über die Kita, die Schule und die Hochschule bis zur Berufsberatung und zu den Unternehmen. Beteiligt sind etwa 180 Schulen, Unternehmen, Verbände etc. Gemeinsames Ziel ist, Kinder und Jugendliche im gesamten Berufsorientierungsprozess frei von Geschlechterklischees zu begleiten und zu fördern.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Webseite der Initiative www.klischee-frei.de.

Die Initiative Klischeefrei wird seit 2016 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Von den bislang rund 615.000 Euro Gesamtkosten hat das BMFSFJ knapp 300.000 Euro zur Verfügung gestellt und plant, die Initiative auch weiterhin zu unterstützen. Das Geld fließt unter anderem in die Internetseite sowie Broschüren und Informationsmaterial, um Kindern und Jugendlichen eine klischeefreie Berufs- und Studienwahl zu ermöglichen.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 20.05.2019