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Frauen in Zukunftsberufen: Jonas & Redmann wird Partner im Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen

Bielefeld 20.07.2011. "Wir wünschen uns mehr Bewerbungen von Frauen - sowohl als fertig ausgebildete Ingenieurin, als auch für die gewerblich-technische Ausbildung." Mit diesem Statement ist der Jonas & Redmann dem Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen beigetreten.

Das Berliner Industrieunternehmen baut innovative, hocheffiziente Automationslösungen. Besonders im Bereich Photovoltaik hat sich Jonas & Redmann einen Namen gemacht und die Herstellung kristalliner Siliziumsolarzellen revolutioniert. Seitdem expandiert das Unternehmen und was vor 20 Jahren mit 10 Leuten begann, wird heute mit über 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgreich fortgeführt und weltweit exportiert. "Unser Ziel ist, unsere Marktführerschaft zu sichern und auszubauen. Mit unserer MINT-Partnerschaft möchten wir Frauen gezielt ansprechen, Jonas & Redmann auf diesem Weg zu begleiten. Als expandierendes Unternehmen in verschiedenen Zukunftsbranchen bieten wir vor allem Absolventinnen ausgezeichnete Möglichkeiten für ihren Einstieg ins Berufsleben" erzählt Stefan Jonas, Geschäftsführer und Leiter der Personalabteilung bei Jonas & Redmann.

Im Bereich Nachwuchsgewinnung spricht das Unternehmen schon seit einigen Jahren gezielt Frauen an, beispielsweise durch Aktivitäten am Girls’Day - Mädchen-Zukunftstag und die Teilnahme an Berufsinformationsveranstaltungen mit weiblichen Auszubildenden. Geplant ist zudem eine Schulkooperation zur Durchführung von Schulpraktika bei der ebenfalls junge Frauen gezielt angesprochen werden sollen. Aktuell werden 16 junge Menschen ausgebildet, davon vier Frauen. Stefanie Dominikowski ist eine von ihnen. Die angehende Mechatronikerin berichtet begeistert von ihrer Ausbildung, vom Konzept der Azubi Rotation, durch das die Auszubildenden alle Abteilungen kennenlernen und von der positiven Unternehmenskultur, die allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gestaltungsspielräume ermöglicht. "Mir macht meine Arbeit viel Spaß und vielen Frauen würde es bestimmt auch so gehen, wenn sie sich für einen solchen Beruf entscheiden würden" bringt sie es auf den Punkt. Eva Viehoff, Projektkoordinatori  n im nationalen Pakt kann diese Aussage nur unterstreichen: "Das wichtigste ist, jungen Frauen Einblicke in die Berufswelt zu bieten, beispielsweise durch Schnupperpraktika oder Tage der offenen Tür. Zudem muss den Frauen signalisiert werden, dass sie in dem Unternehmen willkommen sind - hier können Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ebenso positive Zeichen setzen, wie Angebote zur Karriereentwicklung und Mentoring."

Im nationalen Pakt haben sich mittlerweile über 80 Partner zusammengeschlossen, um ihre jeweiligen Instrumente zur Frauenförderung zu intensivieren und weitere Möglichkeiten auszuloten. Jonas & Redmann freut sich auf den konstruktiven Erfahrungsaustausch und viele neue Anregungen.

"Komm, mach MINT." - der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien will das Bild der MINT-Berufe in der Gesellschaft verändern. "Komm, mach MINT." ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung "Aufstieg durch Bildung" und wurde 2008 auf Initiative von Bundesbildungsministerin Annette Schavan mit dem Ziel gestartet, junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge zu begeistern sowie Hochschulabsolventinnen für Karrieren in der Wirtschaft zu gewinnen. An die 90 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und den Medien unterstützen aktuell diese Zielsetzung mit vielfältigen Aktivitäten und Maßnahmen zur Studien- und Berufsorientierung junger Frauen.

Das Informationsportal www.komm-mach-mint.de bietet einen Überblick über das breite Spektrum von Angeboten zur Gewinnung weiblicher Nachwuchskräfte mit konkreten Tipps, Handlungsempfehlungen und einer bundesweiten Projektlandkarte. Auf ihr können Projekte und Maßnahmen eingetragen werden. Außer den Aktivitäten der Paktpartner finden sich dort auch Initiativen zahlreicher weiterer Akteure. Mit bisher über 900 Projekten ist es gelungen, bis heute an die 140.000 Mädchen und junge Frauen anzusprechen.

Quelle: Geschäftsstelle Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen