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Fachkonferenz sucht neue Wege in der Berufsorientierung für Mädchen und Jungen

Die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Margret Seemann, und der Staatssekretär des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Udo Michallik, haben sich auf der Fachkonferenz "Girls" Day für alle? Neue Wege in der Berufsorientierung für Mädchen und Jungen" für die Notwendigkeit einer geschlechtersensiblen Berufsorientierung für Mädchen und Jungen ausgesprochen.

Seemann: "Aufgrund gesellschaftlicher Leitbilder beschränken sich Mädchen und Jungen auf nur wenige Berufe. Damit berauben sie sich vieler Möglichkeiten für ihre Lebensgestaltung und Selbstverwirklichung. Aber während Mädchen weniger Berufe der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik wählen, entscheiden sich Jungen seltener für Erziehungs- und Pflegeberufe. Deshalb müssen der Girls" Day Mädchen-Zukunftstag und entsprechende Angebote für Jungen unterschiedlich ausgerichtet sein."

Staatssekretär Michallik warb bei Eltern und Lehrkräften dafür, Jungen und Mädchen geschlechtersensibel bei der Berufsorientierung zu unterstützen: "In der Familie und in der Schule bekommen die Jungen und Mädchen die entscheidenden Orientierungshilfen bei der Berufswahl. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern und Lehrkräfte intensiv daran mitwirken, die traditionellen Rollenbilder aufzubrechen. Um das zu erreichen, sind künftig aber auch attraktivere Vergütungsangebote notwenig, um die Jugendlichen für neue Berufswege zu motivieren."

In Deutschland verteilte sich laut Agentur für Gleichstellung im ESF (Europäischen Sozialfonds) etwa die Hälfte aller weiblichen Auszubildenden in 2008 auf nur zehn von insgesamt 349 Ausbildungsberufen, die Hälfte der männlichen Auszubildenden auf 20 Berufe. Die beliebtesten Berufe dabei waren bei Frauen Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau sowie Arzthelferin und bei Männern Kfz-Mechantroniker, Industriemechaniker sowie Elektroniker. Um den jungen Frauen und Männern neue Berufsoptionen zu bieten und gleichzeitig den Fachkräftemangel in einigen Berufen verringern zu können, ist es daher wichtig, dass Mädchen und Jungen ein breiteres Berufsspektrum in ihre Berufswahl einbeziehen. Um Eltern und Lehrkräfte für eine geschlechtersensible Berufsorientierung von Jungen und Mädchen zu sensibilisieren, haben die Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommern e. V. und der Deutschen Gewerkschaftsbund Bezirk Nord in Kooperation mit der Parlamentarischen Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung sowie dem Bildungsministerium am 24. September 2010 in Schwerin die Fachkonferenz "Girls" Day für alle? Neue Wege in der Berufsorientierung für Mädchen und Jungen" durchgeführt.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern