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Gender / Kinder- und Jugendarbeit

Anmelde-Countdown für Girls’ und Boys’ Day läuft

Eine Jugendliche lernt einen handwerklichen Beruf.
Bild: © Lisa F. Young - Fotolia.com

Der Berufsorientierungstag als praktischer Einblick und Türöffner: 40 Prozent der Unternehmen erhalten noch am selben Tag Anfragen nach Praktikums-, Ausbildungs- und Studienplätzen. Außerdem habe eine wiederholte Teilnahme Einfluss auf Betriebe, Einrichtungen und Schulen: Gleichstellungsbewusstsein und Zusammenarbeit würden gestärkt.

Arbeit kann glücklich machen. Voraussetzung ist, dass man einen Beruf gefunden hat, der Freude bereitet und in dem sich die eigenen Fähigkeiten entfalten können. Eine gute Gelegenheit, sich auszuprobieren, sind der Girls’ Day und der Boys’ Day , die in diesem Jahr wieder beide am 23. April stattfinden. Zahlreiche Unternehmen, Labore und Handwerksbetriebe freuen sich auf interessierte Mädchen, die mehr über frauenuntypische Berufe erfahren wollen. Für Jungen stehen Fachleute in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Kinderbetreuungseinrichtungen bereit, um soziale und pflegerische Berufe vorzustellen.

"Es ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft, wenn in allen Berufsbereichen Vielfalt herrscht. Mädchen und Jungen können am 23. April die unterschiedlichsten Berufsfelder kennen lernen und sich ausprobieren", wirbt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, für eine Teilnahme. "Ob als Ingenieurin oder Technikerin, als Erzieher oder Pfleger – ein praktischer Einblick in die vielseitigen Tätigkeiten sind meist der beste Türöffner für die Jugendlichen, aber auch für die Unternehmen und Einrichtungen auf der Suche nach engagierten Fachkräften."

Der Girl´s Day trägt seit 2001 dazu bei, das Image der technischen Berufe zu verbessern und Frauen für eine technische Karriere zu begeistern. Die Zahl der Frauen in diesen Berufsfeldern ist seit Jahren gestiegen. Seit 2009 wirbt der Boy´s Day um mehr Männer in den weiblich konnotierten Berufen. "Boy´s Day-Berufe" sind Berufe, in denen maximal 40 Prozent Männer eine Ausbildung machen oder arbeiten, zum Beispiel Erzieher, Bibliothekar oder Florist.

"Mitmachen lohnt sich für alle Seiten, denn der Mädchen- und der Jungenzukunftstag wirken sich nachhaltig positiv aus", bekräftigt Staatsministerin Köpping. Direkt am Berufsorientierungstag bekommen 40 Prozent der Unternehmen Anfragen nach Praktikums-, Ausbildungs- und Studienplätzen und 20 Prozent erhalten Bewerbungen von Frauen und Männern, die als Schülerinnen und Schüler am Girls’ Day oder Boys‘ Day teilgenommen haben.

"Eine wiederholte Teilnahme am Girls’ Day oder Boys‘ Day hat Einfluss auf Betriebe, Einrichtungen und Schulen: Gleichstellungsbewusstsein und Zusammenarbeit werden gestärkt. Unternehmen entwickeln Knowhow bei der Ansprache junger Frauen für technische Berufe oder junger Männer für soziale Berufe und führen geschlechtersensible Bewerbungsverfahren ein", so Staatsministerin Köpping weiter.

Der Mädchen- und der Jungenzukunftstag richten sich an Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klasse. Seit dem Start des Girl`s Day im Jahr 2001 haben sich bundesweit mehr als 1,3 Millionen Mädchen an etwa 90.000 Veranstaltungen beteiligt. Ganze 90 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der Betriebe beurteilen den Girl‘s Day, aber auch den Boys’ Day als gut oder sehr gut. Der Girl's Day findet als "Exportschlager" bereits in 16 weiteren Ländern statt.

Anmeldung

Angebote können weiterhin kostenlos eingetragen werden, Mädchen und Jungen können sich bis zum 22. April um 12:00 Uhr anmelden, unter www.girls-day.de bzw. www.boys-day.de. Mit der Aktionslandkarte auf den Internetseiten lässt sich herausfinden, welche Betriebe und Einrichtungen sich am Aktionstag beteiligen. 

Quelle: Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration vom 14.04.2015

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