Gender

Afghanistan-Konferenz: CARE fordert mehr Hilfe für Programme, die Frauen und Mädchen direkt auf lokaler Ebene fördern

Im Vorfeld der internationalen Konferenz zu Afghanistan, die am 8. Juli in Tokyo stattfand, erinnerte die Hilfsorganisation CARE nachdrücklich daran, die Rechte von Frauen und Mädchen ins Zentrum der Geberverpflichtungen zu stellen.

09.07.2012

Denn sonst seien die im letzten Jahrzehnt erzielten fragilen, aber spürbaren Fortschritte der Bildung, Gesundheit und Rechte der weiblichen Bevölkerung in Gefahr. "Die Rechte und Bedürfnisse der weiblichen Bevölkerung waren viel zu lange ein Randthema der nationalen und internationalen Afghanistan-Politik", betont Karin Kortmann, Vorstand von CARE Deutschland-Luxemburg. "Das muss sich nun in Tokyo ändern."

In einem aktuell veröffentlichten Bericht namens "Women and transition in Afghanistan" weist CARE darauf hin, dass Hilfsgelder, die direkt an die afghanische Regierung gezahlt werden, den Bedürfnissen von Frauen und Mädchen nicht zugute kommen könnten, wenn es keine Kontrollen darüber gebe. Anlass dieser Sorge sind für Tokyo geplante Beratungen darüber, die bilaterale Hilfe zunehmend durch die Zentralregierung in Afghanistan umzusetzen. CARE fordert eine rigorose Überwachung der staatlichen Behörden und der Zugangsmöglichkeiten von Frauen zu diesen Geldern.

Gleichzeitig äußert sich CARE besorgt über eine Aufflammung der Gewalt, die immer mehr Frauen und Mädchen im Land gefährdet. Für lokale Programme, die Gemeinden in Konfliktgebieten unterstützen, in denen Regierungsstellen nicht präsent sind, müssten deshalb mehr humanitäre Mittel zur Verfügung gestellt bekommen.

Der Bericht "Women and transition in Afghanistan" ist herunterzuladen unter: <link http: www.care.de afghanistan.html _blank external-link-new-window external link in new>www.care.de/afghanistan.html

Quelle: CARE Deutschland-Luxemburg e.V. vom 06.07.2012

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