Ganztagsbildung / Nachhaltigkeit

UNESCO-Projektschulen: Ideenlabore für innovative und ganzheitliche Bildungsansätze

Fünf Teenager halten lächeln einen Schulordner und einen Globus.
Bild: © shootingankauf - fotolia.com

Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Lengenfeld unterm Stein (Thüringen) wurde am 24. Oktober 2019 als UNESCO-Projektschule anerkannt. Die Projektschule setzt die Bildungsansätze der UNESCO in ihrem pädagogischen Konzept und der Schulentwicklung auf vielfältige Weise um. Damit stärkt sie die Freiheit und Kooperation der Schülerinnen und Schüler in einem interdisziplinär gestalteten Lernprozess.

Am 24. Oktober 2019 wird das Käthe-Kollwitz-Gymnasium Lengenfeld unterm Stein in das internationale Netzwerk der UNESCO-Projektschulen aufgenommen. Bei einem Festakt überreichte Klaus Schilling, Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen in Deutschland, die Urkunde an Thomas Hartleb, Schulleiter des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums, und die Schulsprecherin.

Partizipation und Kreativität

„Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Lengenfeld unterm Stein steht mit seinem pädagogischen Programm des Daltonplans für Partizipation und Kreativität. Damit wird der Anspruch der UNESCO-Projektschulen, Ideenlabore für innovative und ganzheitliche Bildungsansätze zu sein, eingelöst und für die Themen des UNESCO-Schulnetzwerks fruchtbar gemacht“, hebt Bundeskoordinator Klaus Schilling hervor. „Mit der Auszeichnung des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums mit seiner Schülerschaft aus mehr als 30 thüringischen Dörfern wird zudem sichtbar, dass UNESCO-Projektschulen überall in Deutschland zu finden sind und für die Werte der UNESCO einstehen“, so Schilling weiter.

Einsatz für die Bildungsansätze der UNESCO

Im Schulalltag spielen Themenstellungen des internationalen UNESCO-Schulnetzwerks wie Bildung für nachhaltige Entwicklung, Menschenrechte, Interkulturalität und Welterbe eine zentrale Rolle. Besonders den naturwissenschaftlichen Unterricht, auf dem der Schwerpunkt der Schule liegt, gestaltet das Käthe-Kollwitz-Gymnasium im Sinne der Bildungsansätze der UNESCO. Der Einsatz der Schule für die UNESCO-Bildungsansätze spiegelt sich darüber hinaus in verschiedenen Projekten wider, die im Sinne der Solidarität und des Einsatzes für Benachteiligte stattfinden.

Hintergrund

Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Deutschland besteht aus rund 300 Schulen. Darin sind alle Schultypen und Bundesländer vertreten. Ihre Schwerpunkte sind Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Interkulturelles Lernen, Welterbe-Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des digitalen Zeitalters. Die UNESCO-Projektschulen arbeiten eng zusammen und profitieren vom weltweiten Austausch mit über 11.500 Projektschulen in 182 Ländern.

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission vom 23.10.2019