Ganztagsbildung / Kinder- und Jugendarbeit

Stiftung Mercator fördert kulturelle Bildung an bayerischen Schulen

Eine Jugendliche springt schwebend mit einem Sonneschirm vor einer gelben Wand
Bild: Edu Lauton - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Bayern ist mittlerweile das zwölfte Bundesland, das die Stiftung Mercator bei der nachhaltigen Etablierung der Kulturellen Bildung unterstützt. Kultusminister Piazolo hat am 12. September in München eine Fördervereinbarung für das bayerische Projekt „Kulturschulen“ unterzeichnet. Das Projekt wird von der Stiftung Mercator im Rahmen ihres Programms „Kreativpotenziale“ gefördert.

„Kreativpotenziale“ in 12 Bundesländern präsent

„Wir haben das gemeinsame Ziel, über Fächergrenzen hinweg das kreative Potenzial von Kindern und Jugendlichen zu nutzen und zu entwickeln. Wir wollen über den Musik- und Kunstunterricht hinaus Lehr- und Lernmethoden etablieren, die Kreativität und sinnliche Erfahrung ermöglichen“, so Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. Dabei gehen die Schulen auch Kooperationen mit externen Künstlerinnen und Künstlern ein und integrieren möglichst viele Mitglieder der Schulfamilie in den Gestaltungsprozess.

Kulturelle Bildung als entscheidender Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung

Der Bayerische Landtag hatte Kulturelle Bildung bereits 2010 als gleichwertig neben der schriftsprachlichen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Bildung anerkannt: „Kulturelle Bildung leistet einen entscheidenden Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung. Deswegen möchten wir sie an den bayerischen Schulen weiter ausbauen“ so Kultusminister Piazolo.

Künstlerisch-kreative Bildung an Bayerns Schulen

Für die Teilnahme am Pilotprojekt wurden vier Mittelschulen, drei Förderschulen, eine Realschule und ein Gymnasium ausgewählt. Es handelt sich um Schulen, die bereits in den vergangenen Jahren engagiert an Programmen und Projekten zur künstlerisch-kreativen Bildung teilgenommen hatten. Im Rahmen des Projekts werden die teilnehmenden Schulen vom Bayerischen Kultusministerium, dem ISB und der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalentwicklung unterstützt.

Good-Practice für Onlineportal

Ihre Erfahrungen werden die Schulen in einen Arbeitskreis am Institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) einbringen. Ziel ist es, Leitlinien zur Verankerung kultureller Bildung im Schulsystem sowie Beispiele guter Praxis für ein Onlineportal zu entwickeln. Nach der dreijährigen Projektphase können die Schulen das offizielle Zertifikat „Kulturschule in Bayern“ erwerben. Die teilnehmenden Schulen können Vorbild für potenzielle weitere Kulturschulen werden und diese mit den in der Pilotphase aufgebauten Strukturen unterstützen.

Weiterführende Informationen: www.kreativpotenziale.de

Quelle: Stiftung Mercator vom 12.09.2019

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