Ganztagsbildung / Kinder- und Jugendarbeit

Kulturelle Bildung an Schulen in M-V: Landesprojekt KULTUR.LAND.SCHULE. gestartet

Verschiedene Pinsel
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Theater spielen, Musik machen, Bilder malen: In Mecklenburg-Vorpommern können Schulen mit Ganztagsangeboten im Rahmen des neuen Projekts KULTUR.LAND.SCHULE. ihr Kreativpotential erweitern und Schülerinnen und Schülern verstärkt ästhetisch-künstlerische Erfahrungen ermöglichen. Das dreijährige Projekt wird durch die Stiftung Mercator gefördert.

Das Land und die Stiftung MERCATOR haben das landesweite Projekt KULTUR.LAND.SCHULE gestartet. Ziel ist es, dass künftig noch mehr Schulen mit Kulturschaffenden zusammenarbeiten und künstlerische Angebote im Schulalltag integrieren. Die Stiftung Mercator fördert das dreijährige Projekt über ihr Rahmenprogramm „Kreativpotentiale“ in den Jahren 2018 bis 2021 mit rund 700.000 Euro.

Kinder und Jugendliche mit Kulturschaffenden zusammenbringen

„Wir wollen bei Kindern und Jugendlichen die Neugier auf künstlerische Aktivitäten wecken und ihre Fantasie anregen“, betonte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Sie sollen Kultureinrichtungen kennenlernen und die Chance haben, sich in der Schule stärker kreativ zu betätigen. In dem Projekt geht es auch um neue Lehr- und Lernformen. Viele Eltern melden Kinder an freien Schulen an, weil sie von solchen Unterrichtskonzepten begeistert sind. Staatliche Schulen bieten solche Konzepte auch“, betonte Hesse. „Ich freue mich, dass die Stiftung Mercator uns dabei unterstützt, Kulturschaffende mit Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern zusammenzubringen.“

Schule als lebendiger Kulturort

Künftig wird es in Mecklenburg-Vorpommern Referenzschulen für die kulturelle Bildung geben. In einem ersten Schritt entwickeln fünf Ganztagsschulen in den kommenden Jahren Konzepte, wie kulturelle Bildungsangebote in ihre Schulprogramme integriert werden können. Zielstellung ist dabei nicht nur, Methoden des ästhetischen Lernens im Fachunterricht zu verankern, sondern die Schule als lebendigen Kulturort in der jeweiligen Region zu etablieren.

Die Rolle regionaler Kulturvermittler/-innen

Ein besonderer Stellenwert kommt dabei den sogenannten Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittlern zu. Als Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Kunst- und Kulturszene unterstützen sie die Referenzschulen, aber auch andere interessierte Schulen bei der Projektarbeit, beraten zu künstlerischen Inhalten und vermitteln geeignete Dozentinnen und Dozenten, Kulturpartnerinnen und Kulturpartner vor Ort. Damit möglichst viele durch das Landesprojekt profitieren, soll das Know-how der Referenzschulen in Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagen weitervermittelt werden.

Im Schuljahr 2018/2019 nehmen folgende Schulen teil*:

  • Regionale Schule mit Grundschule „bernsteinSchule“ Ribnitz-Damgarten
  • Regionale Schule „Ernst Moritz Arndt“ Greifswald
  • Goethe-Gymnasium Demmin
  • Regionale Schule mit Grundschule Blankensee
  • Regionale Schule mit Grundschule „Störtebeker“ Rostock

Kulturelle Bildung im Schulalltag verankern

„Wir sind der Überzeugung, dass kulturelle Bildung in der Schule den gleichen Stellenwert haben sollte wie das vielzitierte Lesen, Schreiben oder Rechnen. Daher unterstützen wir die Bundesländer seit 2013 in unserem Programm ‚Kreativpotentiale‛ dabei, Konzepte zur besseren Verankerung der Künste im Schulalltag, speziell auch im Ganztag zu entwickeln und zu erproben. Wir freuen uns sehr, dass wir nun auch Mecklenburg-Vorpommern als Partner begleiten dürfen. Wichtig finde ich, dass das Projekt – seinem Namen entsprechend – vor allem den Kindern im ländlichen Raum zugutekommen wird“, so Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator.

*Für Schulen in den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim ist ebenfalls eine Kulturvermittler bzw. ein Kulturvermittler vorgesehen. Da es sich bei KULTUR.LAND.SCHULE. um ein landesweites Projekt handelt, können für den westlichen und südwestlichen Landesteil Schulen nachnominiert werden.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 19.10.2018

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