Ganztagsbildung / Bildungspolitik

In Baden-Württemberg starten 41 neue Ganztagsschulen

Zwei Kinder sitzen über einem Schulheft und schreiben etwas
Bild: klimkin Pixabay   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Zum Schuljahr 2018/2019 starten in Baden-Württemberg 41 neue Ganztagsschulen. Damit gibt es 470 Ganztagsschulen, die mit dem schulgesetzlich verankerten Gesamtkonzept arbeiten. Die Landesregierung baut das Angebot an Ganztagsschulen weiter aus, damit Schülerinnen und Schüler ihre vielfältigen Möglichkeiten und Potentiale besser entfalten können.

Im kommenden Schuljahr 2018/19 starten weitere 36 Schulen im Land mit dem schulgesetzlich verankerten Ganztagskonzept. Darunter sind 31 Grundschulen sowie fünf Grundstufen an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt Lernen (SBBZ L). Mit diesen 36 neuen Standorten gibt es ab dem Schuljahr 2018/19 insgesamt 470 Ganztagsschulen, die mit dem schulgesetzlich verankerten Ganztagskonzept arbeiten.

Darüber hinaus hat das Kultusministerium fünf Anträge weiterführender Schulen nach dem alten Landeskonzept (Schulversuch) genehmigt. Insgesamt hat das Kultusministerium damit 41 Anträge auf Einrichtung einer Ganztagsschule bewilligt.

„Ganztagsschulen bieten den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten, ihre Potenziale zu entfalten. Deshalb bauen wir das Angebot an Ganztagsschulen weiter aus und zwar dort, wo die Familien sie wünschen und brauchen“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Das Land arbeite aktuell an einer bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen Weiterentwicklung der Ganztagsschule. Wichtig ist dabei, dass die beiden Optionen, gebundener, rhythmisierter Ganztag auf der einen Seite sowie das flexible, möglichst vom Land bezuschusste kommunale Betreuungsangebot auf der anderen Seite, gleichberechtigt nebeneinander stehen.

Neben dem bedarfsgerechten Ausbau ist vor allem die Qualität der Angebote zentral: „Eine erfolgreiche Ganztagsschule hat einen pädagogischen Mehrwert. Wir wollen deshalb die Ganztagskonzepte so gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler davon profitieren und optimal gefördert werden“, betont Eisenmann. Die beiden Ganztagsgipfel, mit jeweils annähernd 500 Vertreterinnen und Vertretern aus allen Bereichen der Ganztagsschule, haben hier wichtige Hinweise gegeben. Auf einem Fachtag am 18. Juni 2018 werden die weiterentwickelten Konzepte vorgestellt, beispielsweise Qualitätskriterien, Vorschläge zur Entbürokratisierung und eine Fortbildungskonzeption für den Ganztag.

Details zu den bewilligten Anträgen

Von den 31 Grundschulen haben sich 30 Grundschulen für die Wahlform entschieden. Bei der Wahlform können die Eltern wählen, ob ihre Kinder am Ganztags- oder am Halbtagsbetrieb teilnehmen. Von diesen 30 Grundschulen wollen 13 Schulen den Ganztagsbetrieb sukzessive einführen. Eine Grundschule hat die verbindliche Form gewählt, bei der alle Kinder an der Schule am Ganztag teilnehmen. Von den fünf Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt Lernen haben zwei Schulen die verbindliche Form beantragt, darunter eine Schule mit sukzessivem Aufbau. 18 Schulen planen, einen Teil der zusätzlichen Lehrerwochenstunden in Geldmittel umzuwandeln (so genannte Monetarisierung), um damit Angebote außerschulischer Partner wie beispielsweise Musikschulen oder Sportvereine zu finanzieren.

Auflistungen der Ganztagsschulen zum kommenden Schuljahr 2018/19 sind auf der Seite des Ministeriums einsehbar.

Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg vom 05.03.2018

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