Ganztagsbildung

Gesunde Ernährung in der Schullaufbahn verankern

Obst, Gemüse und Nüsse auf einer weißen Oberfläche
Bild: Devon Breen - pixabay.com

Das Bundesernährungsministerium stellte kürzlich ein Konzept vor, um Kindern eine gesunde und nachhaltige Ernährung nahezulegen. Dieses geht aus einem digitalen Runden Tisch hervor, der Fachkräfte sowie Expertinnen und Experten im Bereich Ernährungsbildung zusammenbrachte.

Der Grundstein für eine gesunde und nachhaltige Ernährung wird im Kindesalter gelegt. Deshalb hat die Bundesernährungsministerin Julia Klöckner Expert(innen)en und Praktiker aus Politik, Schule und Wissenschaft zu einem digitalen Runden Tisch „Ernährungsbildung in Schulen“ zusammengebracht.

Anlass des Treffens sind die Ergebnisse der vom Bundesministerium in Auftrag gegebenen Studie „Ernährungsbezogene Bildungsarbeit in Kitas und Schulen“. Ergebnis war, dass in den entsprechenden Lehramtsstudiengängen für die Fächer Sachunterricht und Biologie ernährungsbezogene Inhalte weitgehend fehlen. Das Angebot an Fortbildungen reicht zudem häufig nicht aus, um den Mangel in der Ausbildung zu kompensieren.

Das Ministerium hatte daraufhin zusammen mit seinem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) ein Konzept zur Stärkung der Ernährungsbildung in Schulen erarbeitet, das in dieser Runde vorgestellt wurde. Ziel ist eine bessere Vorbereitung der Lehrkräfte sowie eine kontinuierliche Verankerung der Themen Essen und Ernährung in der Schullaufbahn.

Unterstützung der Fachkräfte

Konkret umfasst das Konzept Unterstützungsangebote an die Bundesländer in den folgenden Bereichen:

  • Bereitstellung passgenauer Unterrichtsmaterialien und geprüfter Fachinhalte.
  • Fortbildungen für Lehrkräfte, Referendare und Studierende.
  • Kooperationen mit Bildungspartnern in den Bundesländern.

Zudem wird die Bundesministerin im BZfE ein eigenes Referat „Ernährungsbildung“ einrichten. Damit wird den Bundesländern eine zentrale und kompetente Anlaufstelle auf Bundesebene an die Seite gestellt.

Julia Klöckner: „Das Erlernen eines selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgangs mit Essen ist eine Basiskompetenz. Dabei kommt den Schulen eine entscheidende Bedeutung zu: Hier erreichen wir nahezu alle Kinder und Jugendliche. Umso wichtiger, Ernährungswissen im Unterricht aktiv zu vermitteln. Dafür müssen die Pädagogen mit entsprechenden Kompetenzen und Lehrmitteln ausgestattet sein. Hier setzen wir mit unserem Konzept an, unterstützen die Bundesländer bei der Stärkung der Ernährungsbildung. Unser Bundeszentrum kann dabei Motor und Impulsgeber sein.“

Erfolgsbeispiel Ernährungsführerschein

Ein weiterer Baustein für die moderne Ernährungsbildung, der sich bereits bewährt hat, ist der vom Bundesministerium entwickelte Ernährungsführerschein. Er ist ein Unterrichtsprojekt für die dritte und vierte Klasse, das den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten vermittelt. Dadurch soll die Ernährungskompetenz von Grundschülern gestärkt werden. Einige Bundesländer setzen ihn seit vielen Jahren flächendeckend ein. Ausführliche Informationen für Lehrkräfte sowie ein Tutorial mit kostenlosen Web-Fortbildungen sind auf der Webseite des Bundeszentrum für Ernährung zusammengestellt.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vom 24.11.2020

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