Ganztagsbildung / Freiwilliges Engagement

Erfolgreiches Jugendbegleiter-Programm geht gestärkt in Regelphase

Baden-Württembergs Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL zog 2. Februar 2010 in Stuttgart ein positives Fazit nach Abschluss der Modellphase des Jugendbegleiter-Programms. „Wir haben es geschafft, die Schulen für das gesellschaftliche Umfeld zu öffnen und die Bildungslandschaft mit Jugendbegleitern zu bereichern. Dies ist ein weiterer Beleg für die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs zu ehrenamtlichem Engagement. Deshalb stärkt die Landesregierung das Programm auf dem Weg in die Regelphase zum neuen Schuljahr und setzt auf einen weiteren Ausbau“, erklärte Wacker.

Am Vortag hatte Wacker im Kabinett einen Bericht zur Modellphase des Programms vorgestellt. Ehrenamtliche Betreuungsangebote seien eine wichtige Ergänzung des Unterrichts an öffentlichen Schulen, da sie ein breites Spektrum an zusätzlichen Angeboten für Schülerinnen und Schüler eröffneten, so Wacker.

„Ab dem Schuljahr 2011/12 können erstmals die beruflichen Schulen in das Programm einsteigen. Somit profitieren die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I aller Schularten von Jugendbegleitern“, sagte Wacker. Bisher beteiligten sich nur allgemein bildende Schulen am Programm.

Verschiedene Mittel, die bisher von den Schulen getrennt beantragt und abgerechnet werden mussten, werden jetzt in einem Gesamtbudget gebündelt. Damit stehen künftig jeder Schule im Programm automatisch Mittel für Qualifizierungen und Koordinierung zur Verfügung. Die Verwaltung für die Schulen wird dadurch vereinfacht. „Wir stärken so die Eigenständigkeit der Schulen bei der Programmverwaltung und der Schwerpunktsetzung“, so Wacker. Ein klares Zeichen an die Verbände sei das neue Kooperationsbudget im Umfang von bis zu 1.500 Euro, das Schulen für ihre Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Vereinen und Organisationen erhalten können.

Da das Programm an vielen Schulen stark ausgebaut wurde, werden die Kategorien zur Einstufung der Fördermittel weiter differenziert und um weitere Kategorien für Schulen mit 41 bis 60 und mit über 60 Jugendbegleiter-Stunden pro Woche ergänzt. Die Schulen erhalten, abhängig von der Zahl der wöchentlichen Jugendbegleiter-Stunden, ein Förderbudget zwischen 2.500 und 7.000 Euro, das mit dem Kooperationsbudget auf bis zu 8.500 Euro anwachsen kann. Bislang erhielten Schulen in der höchsten der drei Einstufungen 5.000 Euro bei einem Angebot von mehr als 40 Jugendbegleiter-Stunden pro Woche.

Zugleich kann an Schulen ab 21 Jugendbegleiter-Stunden wie bisher eine Lehrkraft mit einer Deputatsstunde für die Programmverwaltung eingesetzt werden.

http://www.jugendbegleiter.de/

Herausgeber: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

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