Ganztagsbildung

buddY startet als offizielles Schulprogramm in ganz NRW

Ein wichtiges Datum für alle Schulen der Sekundarstufe I mit Ganztag in NRW ist der 1. November 2010: Ab diesem Tag haben sie die Möglichkeit, sich für das buddY-Landesprogramm zu bewerben, das seit Februar offizielles Schulprogramm in NRW ist und damit jetzt in die „Startlöcher geht“.

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg von buddY in die Ganztagsschulen war die Entwicklungskonferenz, auf der gestern in Düsseldorf alle beteiligten Akteure die Rahmenbedingungen des Programms diskutierten und ihre Wünsche und Anregungen zur landesweiten Umsetzung zusammentrugen.

Das buddY-Programm fördert die Entstehung einer partizipativen Schule und eines verantwortungsvollen Miteinanders von Lehrern und Schülern. Im Ganztag in NRW soll das Programm schwerpunktmäßig als Ansatz zur Schul- und Unterrichtsentwicklung und als systematischer Beitrag zur individuellen Förderung eingeführt werden. Dabei stehen die Konzepte der Peergroup-Education, des lebensweltorientierten Lernens, der Partizipation in der Schule und der Förderung der Selbstwirksamkeit im Mittelpunkt der buddY-Angebote. Ein Kooperationsvertrag zwischen dem buddY E.V., dem Schulministerium NRW, der Unfallkasse NRW und der Vodafone Stiftung Deutschland, der im Februar 2010 unterschrieben wurde, macht die Einführung des Programms an Ganztagsschulen möglich.

Schüler und Eltern beteiligen

Die Entwicklungskonferenz ermöglichte einen intensiven fachlichen Austausch aller an der Umsetzung beteiligten Akteure in NRW aus Schulaufsicht, Ministerium, Bezirksregierungen, Landeselternschaft und den Schulen. Auch die Schüler selbst waren vertreten. Die 60 Teilnehmer der Konferenz diskutierten in Arbeitsgruppen die Rahmenbedingungen der Umsetzung und trugen ihre Wünsche, Interessen und Anregungen zusammen. Diese Punkte kristallisierten sich als besonders wichtig heraus: Die innerschulische und außerschulische Schülerbeteiligung, eine Unterstützung bei Fortbildungen, die Nutzung bestehender Strukturen, das heißt die Einbindung in regionale Netzwerke und die Einbeziehung der Eltern.

Prof. Dr. Poelchau, Ministerium für Schule und Weiterbildung, betonte den hohen Stellenwert der Peergroup-Education für eine demokratische Erziehung. "Wenn Schülerinnen und Schüler für Gleichaltrige Verantwortung übernehmen, lernen alle Beteiligten. Die Schulklassen werden zu "erziehenden Gemeinschaften", in denen Kinder und Jugendliche positiven Einfluss aufeinander ausüben. Die Erfahrung, gebraucht zu werden, ebnet den Schülerinnen und Schülern den Weg dazu, sich etwas zuzutrauen, im Unterricht und im sozialen Miteinander. Das kann die Qualität einer Schule erheblich steigern, Schulklima und Lernerfolg deutlich verbessern."

buddY-Erfahrung in über 800 Schulen

Mit seinem zukunftsweisenden Ansatz einer schülerorientierten Lernkultur unter dem Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen“ ist das buddY-Programm bundesweit schon in über 800 Schulen erfolgreich etabliert. In Nordrhein-Westfalen arbeiten bereits rund 100 Schulen im Rahmen von regionalen Netzwerken mit dem buddY-Programm.

In diesen Schulen leisten zahlreiche Gruppen wie Streitschlichter-BuddYs, Hausaufgaben-BuddYs (ältere Schüler unterstützen jüngere bei den Hausaufgaben), Gartenbau-BuddYs (die sich für einen grünen Schulhof engagieren) oder Mensa-BuddYs ihren Beitrag zum sozialen Lernen und zur Schulentwicklung.

Am buddY-Programm interessierte Ganztagsschulen in NRW können sich ab dem 1. November bewerben unter www.buddy-ev.de oder www.schulministerium.nrw.de

Quelle: Vodafone Stiftung Deutschland

 

Info-Pool