Ganztagsbildung / Jugendsozialarbeit

Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen: Die Vision einer guten Schule

Restaurantbesucherinnnen und -besucher
Bild: BAG EJSA Die BAG EJSA lud anlässlich des 14. DJHT ins Restaurant „Zur Bildung“ ein.

Im Restaurant „Zur Bildung“ beim 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag auf der Messe in Stuttgart stellte die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) am 09. Juni 2011 ihre Vision einer guten Schule zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor.

 

„Bildung ist lebensnotwendig. Genauso wie Brot und Wasser ist Bildung ein „Lebensmittel“, ohne das ein eigenständiges, selbstverantwortliches Leben nicht möglich ist,“ sagte Michael Fähndrich, Geschäftsführer der BAG EJSA, als das Restaurant „Zur Bildung“ am Stand des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit auf dem Markt der Jugendhilfe öffnete. Die BAG EJSA hatte die Messebesucher eingeladen, an einem schön gedeckten Tisch Platz zu nehmen, und reichte jedem Gast eine Speisekarte. Die Speisen, die den einzelnen Gästen dann gebracht wurden, waren sehr unterschiedlich. Die einen erhielten ein opulentes Menü, andere einen Hamburger in einer Pappschachtel. Auch behandelte die Bedienung die einzelnen Gäste sehr verschieden. Diese erkannten bald den Grund für die unterschiedliche Behandlung. Auf jeder Speisekarte befand sich ein anderer Lebenslauf. Je nachdem ob sie als Gast laut Lebenslauf zum Beispiel der 17jährige Murat aus Berlin-Neukölln oder die 16jährige Alexandra  aus Königswinter waren, erhielten sie unterschiedliche Speisen und einen freundlichen oder weniger freundlichen Service.

„Der Zugang zu Bildung wird entscheidend von der Herkunft geprägt,“ so Michael Fähndrich. „Benachteiligte Kinder und Jugendliche sind oft diejenigen, die in den vorhandenen Regelsystemen von Schule scheitern.“ Mit der herkömmlichen Art der Wissensvermittlung und des Lernens haben sie häufig keine Lernerfolge. Die Jugendsozialarbeit ist für diese Jugendlichen zuständig und versucht, sie mit gezielten zu ihrer Lebenssituation passenden Förderangeboten zu unterstützen.

Nachdem die letzten Gäste im Restaurant „Zur Bildung“ bedient worden waren, wurde das vom Fachbeirat Bildung entwickelte und vom Hauptausschuss der BAG EJSA verabschiedete Papier „Vision einer guten Schule“ vorgestellt. Darin werden Kriterien und gelingende Faktoren vorgestellt und erläutert und die Bedeutung von informellen und non-formalen Bildungskontexten für das Erlernen von Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Selbststeuerung betont.


Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeithttp://www.bagejsa.de/handlungsfelder/jugendsozialarbeit-und-schule/aktuelle-infos/