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Ganztagsbildung / Kinder- und Jugendpolitik

20 Jahre „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Hände unterschiedlicher Hautfarbe übereinander gestapelt
Bild: © Igor Mojzes - Fotolia.com

Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bietet Schüler(inne)n die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Nun feiert das Netzwerk, dem deutschlandweit über 2.400 Schulen angehören, sein 20-jähriges Bestehen.

Im Rahmen des diesjährigen Landestreffens von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Sachsen feiert das Schulnetzwerk am 17. November 2017 in Chemnitz sein 20-jähriges Bestehen. Zur Festveranstaltung kommen rund 90 Schüler, 20 Lehrkräfte sowie Integrationsministerin Petra Köpping, Wilfried Kühner, Abteilungsleiter im Kultusministerium und die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Barbara Ludwig.

Die Beteiligten tauschen sich im Rahmen der Veranstaltung über die Situation vor Ort, die aktuellen Herausforderungen und ihr Engagement an ihren Schulen aus. Der Austausch endet mit einem Interview von Staatsministerin Köpping und Abteilungsleiter Kühner durch zwei engagierte Schülerinnen.

Nutzen für eine demokratische Schulgemeinschaft

„Als ehemaliger Schulleiter weiß ich, welchen Nutzen eine Schule aus diesem Projekt für eine demokratische Schulgemeinschaft zieht. Es ist zudem eine beachtliche Leistung, wenn sich eine Schule aktiv dieser Aufgabe stellt und eigene Projekte entwickelt“, betont Kultusminister Frank Haubitz. „Ich freue mich sehr, dass sich in Sachsen bereits 74 Schulen am Netzwerk beteiligen.“

Schüler(inn)en übernehmen Verantwortung

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Ich gratuliere dem Projekt ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ ganz herzlich zum 20-jährigen Bestehen. Die Projektidee, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, das Klima des Miteinanders an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und sich dabei gemeinsam und bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt zu wenden, ist aktueller denn je. Schulen, die sich um den Titel bewerben, verstehen ihn nicht nur als Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern vor allem als Selbstverpflichtung. Sie wollen damit sagen: Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule und in unserem Umfeld. Wer als Schülerin und Schüler erfahren hat, was es bedeutet, diese Verantwortung zu übernehmen, der wird auch in seinem späteren Leben, in der Ausbildung, beim Studium, im Betrieb und in der Familie dafür Sorge tragen, dass andere Menschen nicht diskriminiert oder gemobbt werden. Und aus diesem Grund ist es mehr als wünschenswert, dass das Projekt noch viele Jahrzehnte weiterbesteht.“

Über das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist das größte Schulnetzwerk Deutschlands, dem mehr als 2.400 Schulen mit über einer Million Schüler angehören. In Sachsen beteiligen sich 74 Schulen und werden vom Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) mit Sitz in Dresden betreut. Das Projekt bietet Schüler(inn)en die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Jede Schule kann dem Netzwerk beitreten. Voraussetzung ist, dass mindestens 70 Prozent aller Menschen, die an der Schule lernen oder arbeiten, sich mit ihrer Unterschrift verpflichten, aktiv gegen jede Form der Diskriminierung an ihrer Schule einzutreten, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekte und Aktionen zum Thema durchzuführen. Jede Schule, die sich auf den Weg macht, sucht sich einen prominenten Paten.

Weitere Informationen sowie eine Liste der Schulen, die Mitglied im Netzwerk sind, finden sich auf der Webseite des Netwerks.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus vom 13.11.2017