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Freiwilliges Engagement

Sozialministerin Dr. Monika Stolz: „Baden-Württemberg behauptet Spitzenplatz im Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement“

Baden-Württembergs Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren hat gemeinsam mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport eine länderspezifische Auswertung des dritten Freiwilligensurvey beim Zentrum für Zivilgesellschaftliche Entwicklung in Freiburg in Auftrag gegeben.

Schwerpunkte sind dabei der Vergleich mit dem Bund und den anderen Bundesländern sowie eine Fortschreibung der Ergebnisse von 1999 und 2004.

„41 Prozent der Menschen im Land engagieren sich ehrenamtlich. Damit nimmt Baden-Württemberg wieder einen Spitzenplatz im Ehrenamt und beim bürgerschaftlichen Engagement ein“, erklärten heute Sozialministerin Dr. Monika Stolz und Kultusstaatssekretär Georg Wacker, der auch Ehrenamtsbeauftragter des Landes ist. Stolz und Wacker betonten: „Auf dieses Engagement können wir stolz sein. Daher danken wir allen ehrenamtlich und bürgerschaftlich Engagierten in Baden-Württemberg für ihren überragenden Einsatz.“

Die zitierten Zahlen stammen aus der Veröffentlichung der Landesauswertung des dritten Freiwilligensurveys. Das Zentrum für Zivilgesellschaftliche Entwicklung hat aus den Ergebnissen des dritten bundesweiten Freiwilligensurveys eine allgemeine und eine themenbezogene Auswertung für Baden-Württemberg erarbeitet, die besondere Einsichten in engagementpolitisch relevante Fragestellungen vermittelt.

So habe sich gezeigt, dass sich Erwerbstätige – mit 44 Prozent – besonders häufig engagieren. „Das wird nur noch von den Schülerinnen und Schülern, von denen sich 48 Prozent engagieren, übertroffen“, so Stolz, die betonte: „Die im Engagement erworbenen Fähigkeiten nutzen nicht nur der Gesellschaft, sondern auch den Unternehmen. Deswegen begrüße ich eine aktive Unterstützung der Engagierten durch die Arbeitgeber. Sie ist sinnvoll und noch ausbaufähig.“ Kultusstaatssekretär Georg Wacker verwies auf die im Herbst 2010 verabschiedete Selbstverpflichtung „Ehrenamt & Wirtschaft“ für eine bessere Vereinbarkeit von bürgerschaftlichem Engagement und beruflichen Verpflichtungen im Arbeitsalltag. „Davon profitieren die Ehrenamtlichen, die Gesellschaft und die Betriebe“, erklärte Wacker.

Auch Engagement und Bildung seien eng miteinander verwoben, wie sich unter anderem an der deutlich erhöhten Teilnahme an Weiterbildungsangeboten zeige. Schließlich forderten freiwillige Tätigkeiten umfangreiches Können, Fachwissen und Handlungsbereitschaft von den Engagierten. „Weiterbildungsveranstaltungen zu Themen wie beispielsweise Recht, Finanzen oder Projektmanagement in Zusammenarbeit mit örtlichen Partnern aus Vereinen, der kommunalen Verwaltung sowie der Kirchen tragen dazu bei, noch mehr Ehrenamtliche aus allen Gesellschaftsbereichen zu gewinnen“, erklärte Wacker. Dies helfe, ebenso wie eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit, bildungsfernere Bevölkerungsschichten zu erreichen. Laut Sonderauswertung würden 89 Prozent der Engagierten in Baden-Württemberg ihr Engagement als bildend wahrnehmen. „Dies verdeutlicht das Potenzial zum Kompetenzerwerb im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements“, unterstrich Wacker.

Als „eher überraschend“ bezeichnete Stolz das Engagement der pflegenden Angehörigen. „Pflegende Angehörige engagieren sich überdurchschnittlich und über ihre familiären Pflegeaufgaben hinaus freiwillig in der Gesellschaft“, würdigte Stolz und erklärte: „Auf dem Engagement der Pflegenden muss ein stärkeres Augenmerk liegen. Hier haben wir in Baden-Württemberg mit einer von mir Anfang 2006 eingebrachten Bundesratsinitiative Pionierarbeit geleistet. Sie hat zu einer spürbaren Erweiterung der Fördermöglichkeiten für das Ehrenamt und die Selbsthilfe in der Pflege geführt“.

Viel Potential zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements bestehe auch bei Menschen mit Migrationshintergrund. Stolz und Wacker erklärten: „Ehrenamt und Bürgerschaftliches Engagement integriert, bildet und vernetzt und kann deshalb auch als Indikator für Integration gewertet werden.“ Wacker führte weiter aus: „Je mehr Chancen Menschen mit Migrationshintergrund besitzen und je besser ihr Verständnis für die Gesellschaft ist, in der sie leben, desto eher werden sie sich selbst einbringen.“ Daher seien spezifische Weiterbildungsmöglichkeiten für Menschen mit ausländischen Wurzeln geplant, die dazu beitragen, das ehrenamtliche Potenzial dieser Mitbürgerinnen und Mitbürger zu erschließen.

Der Hyperlink führt zur Sonderauswertung: http://www.sozialministerium-bw.de/fm7/2028/11-04-19%20FWS_BW_%20Endfassung.pdf

Herausgeber: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg