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„Regine-Hildebrandt-Preis“ 2010 für ASF-Projekt „Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte“

Die Jury für die Vergabe des "Regine-Hildebrandt-Preises" hat am 16.9.2010 entschieden, die mit 20.000 Euro dotierten Regina-Hildebrandt-Preis 2010 an Aktion Sühnezeichen Friedensdienste mit dem Projekt „Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte“ und an den Verein „Eltern helfen Eltern“ in Bernau zu vergeben. Mit dem Preis zeichnet das Forum Ostdeutschland in der SPD seit 2002 in Erinnerung an die verstorbene Brandenburger Sozialministerin herausragendes Bürgerengagement aus.

„Dieser Preis ist ein wichtiges Zeichen, insbesondere angesichts der aktuellen rassistischen Provokationen gegen muslimische MigrantInnen von Thilo Sarrazin und anderen. Diese Auszeichnung stärkt diejenigen, die in einer Gesellschaft leben wollen, in der alle hier Lebenden gleiche Rechte und Anerkennung erfahren,“ sagt Christian Staffa, Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. „Das Ziel des Projekts ist es, die verschiedenen Zugänge zur Geschichte und damit der Gegenwart im Einwanderungsland Deutschland sichtbar und lebendig werden zu lassen. Dieser Preis wird den Stadtteilmüttern und uns dabei helfen.“

Zur Begründung für die Preisvergabe an das ASF-Projekt „Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte heißt es von der Jury u.a.: „Das Projekt „Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte“ arbeitet seit 2006 mit so genannten Stadtteilmüttern zusammen, die von den Diakonischen Werken Neukölln-Oberspree und Berlin Stadtmitte zu Familienberaterinnen ausgebildet werden. Die Stadtteilmütter, die selbst migrantischer Herkunft sind, bieten in Familien ihrer Zuwanderer-Gemeinschaften Beratungsangebote zu Themen wie Erziehung, Bildung und Gesundheit an. Diesen Brückenbauerinnen zwischen unterschiedlichen Kulturen, die sich selbst aktiv gegen Rechtsextremismus und Gewalt engagieren, bietet das Projekt in Seminaren die Möglichkeit, sich mit der Geschichte unseres Landes, mit den Erfahrungen von Diktatur, Ausgrenzung und Verfolgung bei uns und ihren eigenen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Durch ihren multiperspektivischen Blick auf die Geschichte fördern diese Stadtteilmütter sowohl das Verständnis für die Aufnahmegesellschaft, als auch der Migrantengruppen untereinander.“

Herausgeber: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.

 

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