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Strukturschwache Räume

Netzwerk-Programm „Engagiertes Land” wird größer

Ein Mädchen schaut mithilfe einer Räuberleiter über eine Mauer auf ein ländliches Gebiet
Bild: © luisamüller10 - Fotolia.com

Das erfolgreiche Netzwerk-Programm „Engagiertes Land” wird größer: Bis zum 12. April 2022 können sich wieder lokale Engagement-Netzwerke aus strukturschwachen ländlichen Räumen um eine Teilnahme bewerben.

Ob Heimatverein oder Klimaschutz-Initiative, kommunale Verwaltung oder ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Kneipe oder lokaler Handwerksbetrieb: Wenn verschiedene Organisationen zusammenarbeiten, entstehen gemeinsame Ideen und werden Kräfte für deren Umsetzung gebündelt. Gerade in strukturschwachen ländlichen Räumen braucht es eine starke Engagementkultur mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Um beim Engagierten Land mitmachen zu können, müssen daher mindestens drei Organisationen aus einer ländlichen strukturschwachen Gemeinde (bzw. Gemeindeteil) mit bis zu 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zusammenarbeiten.

Das Angebot für engagierte Netzwerke auf dem Land

Gemeinsam mit den Programm-Partnern Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und Thünen-Institut für Regionalentwicklung e. V. sowie den bereits am Programm teilnehmenden 20 Netzwerken hat die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) ein breites Unterstützungsangebot erarbeitet.

Das Engagierte Land bringt die beteiligten Netzwerke regelmäßig zusammen, um gemeinsames Lernen und Ideenaustausch zu ermöglichen. Außerdem profitieren die Teilnehmenden von einer individuellen Prozessbegleitung und Dorfwerkstätten vor Ort. Eine Qualifizierungsreihe zu den Themen Netzwerkarbeit und Kooperation rundet das Angebot ab. Darüber hinaus erhalten die Engagement-Netzwerke ein Umsetzungsbudget von bis zu 20.000 Euro pro Jahr für gemeinsame Maßnahmen zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement, Ehrenamt und Beteiligung vor Ort.

Lilian Schwalb, Geschäftsführung Netzwerk und Fachpolitik, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement: „Mit dem Programm Engagiertes Land bündeln wir unser Wissen und unsere Kompetenzen, um gemeinsam mit den Netzwerken im Engagierten Land nachhaltige Lösungen für eine starke und resiliente Zivilgesellschaft auf dem Land zu finden. Denn gute Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und Beteiligung sind unverzichtbar für eine demokratische Gesellschaft.”

Teil des Netzwerks werden

Interessierte Engagement-Netzwerke und Organisationen, die gemeinsam ein Netzwerk gründen möchten, können bis zum 12. April 2022 ihre Interessenbekundung für das Programm einreichen.

Im Mai wählen die Programm-Partner insgesamt 40 Netzwerke aus, die im Sommer einen Antrag bei der DSEE stellen können. Die finale Aufnahme in das Netzwerk Engagiertes Land erfolgt zum 1. September 2022.

Jan Holze, Vorstand, Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt: „Für strukturelle Herausforderungen braucht es strukturelle Lösungen. Mit dem Engagierten Land unterstützen wir lokale Netzwerke dabei, gemeinsam Strategien zu entwickeln und zu erproben, um Engagement in ländlichen Räumen zu stärken. Dabei konzentrieren wir uns auf Orte in sozioökonomisch weniger guter Lage, denn hier ist der Bedarf an Förderung besonders hoch und gleichzeitig das Ehrenamt der Menschen unverzichtbar für die Lebensqualität vor Ort.”

Quelle: Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt vom 28.03.2022