Freiwilliges Engagement / Kinder- und Jugendpolitik

LJR Niedersachsen: Freiwilliges Engagement kann man nicht erzwingen

Mehrere junge Erwachsene haben gemeinsam eine gute Zeit.
Bild: © Andriy Petrenko - Fotolia.com

Statt eines Pflichtdienstes sollten, aus Sicht des Landesjugendring (LJR) Niedersachsen, die Voraussetzungen für ehrenamtliches Engagement junger Menschen verbessert sowie die Freiwilligendienste gestärkt werden. Außerdem erinnert der Landesjugendring daran, dass junge Menschen bereits diejenigen sind, die sich am stärksten ehrenamtlich engagieren.

In seiner Sitzung am 21. August hat sich der Hauptausschuss des Landesjugendring Niedersachsen e.V. kritisch mit dem Ansinnen einiger Politiker/-innen auseinandergesetzt, ein allgemeines Pflichtjahr für junge Menschen bei der Bundeswehr oder in sozialen Einrichtungen einzuführen.

Junge Menschen gehören bereits heute zu den Bevölkerungsgruppen, die sich am stärksten ehrenamtlich engagieren, ein Pflichtjahr würde hier kontraproduktiv wirken: „Gesellschaftliches Engagement junger Menschen kann man nicht erzwingen. Jugendliche brauchen Freiräume, Gelegenheiten, Anreize und Wertschätzung für ihr Engagement. Deshalb braucht es starke Jugendverbände als Weichenstellung für lebenslanges gesellschaftliches Engagement und keine Pflichtdienste“, so Jens Beuker, Fachvorstand freiwilliges Engagement im LJR.

Notwendig ist es nach Auffassung des Landesjugendrings hingegen, die Voraussetzungen für ehrenamtliches Engagement junger Menschen zu verbessern und auch die Freiwilligendienste zu stärken – so gibt es jedes Jahr viele junge Menschen, die gerne einen Freiwilligendienst absolvieren würden, aber keinen Einsatzplatz finden. Der Landesjugendring erinnert in diesem Kontext auch an die Beschlüsse der Vollversammlung zu jugendgerechten Rahmenbedingungen bei der Arbeitsbefreiung, zur Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement im Studium oder die Freistellung vom Schulunterricht.

Quelle: Landesjugendring Niedersachsen e.V. vom 21.08.2018

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