Achtung Icon

Relaunch - Am 23. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 23. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Freiwilliges Engagement

Kommunen fordern verpflichtenden Sozialdienst für junge Frauen und Männer

Im Fall einer Aussetzung der Wehrpflicht strebt Bundesfamilienministerin Schröder einen bundesweiten freiwilligen Zivildienst an. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB), Gerd Landsberg, äußerte Zweifel, ob damit das Problem fehlender Zivis gelöst werden könne. Er sprach sich darür aus, an Stelle des bisherigen Zivildienstes einen verpflichtenden Sozialdienst für junge Frauen und Männer einzuführen.

"In einer alternden Gesellschaft sollte überlegt werden, ob nicht jeder junge Mensch verpflichtet sein sollte, sich für eine bestimmte Zeit für die Gemeinschaft zu engagieren“, sagte Landsberg Handelsblatt Online. „Das ist auch eine Chance für zusätzliche Sozialkompetenz, die im späteren Berufsleben so wichtig ist.“

Deutliche Zweifel äußerte Landsberg hingegen an Plänen von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) im Fall einer Aussetzung der Wehrpflicht einen bundesweiten freiwilligen Zivildienst anzustreben. Die Überlegungen seien zwar zu begrüßen. „Es ist allerdings fraglich, ob dieses Modell die Lücke tatsächlich schließen kann“, sagte Landsberg. „Dafür sind zusätzliche Anreize und erhebliche Finanzmittel notwendig, die bisher nicht vorgesehen sind.“ Überdies sei es „völlig illusorisch zu glauben, dass bei Wegfall des Zivildienstes zehntausende neue Vollzeitstellen über den Arbeitsmarkt geschaffen und finanziert werden können“.

Landsberg befürchtet daher, dass ein ausgesetzter Zivildienst „in alter Form nicht rückholbar“ sein werde. „Gerade für viele alte Menschen, aber auch für schwerbehinderte Kinder sind die 'Zivis' eine wichtige Hilfe bei der Bewältigung des täglichen Tagesablaufs.“ Die Bundesregierung müsse nun sagen, wie der nötige Ersatz geschaffen werden solle.

Der komplette Artikel steht auf der Homepage des Handelsblatt zum Nachlesen zur Verfügung unter: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kommunen-fordern-zivilen-pflichtdienst/3522462.html 

Quelle: Deutscher Städte- und Gemeindebund