Freiwilliges Engagement / Demokratie

Klare Kante gegen Extremismus: Projekt „Tacheles!“ gewinnt Preis der Deutschen Bischofskonferenz

Erzbischof Stefan Heße und drei Preisträger/-innen des Projekts „Tacheles!“ von KLJB und BDAJ stehen gemeinsam auf einer Bühne.
Bild: Deutsche Bischofskonferenz/Jörn Neumann Erzbischof Stefan Heße würdigt als Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz die Preisträger/-innen des Projekts „Tacheles!“ von KLJB und BDAJ.

Das Kooperationsprojekt „Tacheles! Klare Kante gegen Extremismus“ der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) und des Bundes der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland (BDAJ) wurde vergangene Woche auf der Zeche Carl in Essen mit dem Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus der Deutschen Bischofskonferenz ausgezeichnet. Das Projekt belegte den mit 3.000 Euro dotierten zweiten Platz.

„Wir freuen uns sehr, dass unserem Projekt dieser Preis verliehen wurde. Er ist eine Auszeichnung für das vielfältige Engagement, das in unseren Verbänden gegen jegliche Form von Extremismus geleistet wird“, erklärt KLJB-Bundesseelsorgerin Carola Lutz. „Mein Dank gilt daher besonders unseren Ehrenamtlichen, die sich aktiv für ein gelungenes Zusammenleben einsetzen.“

Klare Kante gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

Das Projekt „Tacheles! Klare Kante gegen Extremismus“ ist ein Kooperationsprojekt der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands und des Bundes der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland. Über das Projekt werden seit 2016 zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen unterstützt, die zu einer toleranten, pluralen und weltoffenen Gesellschaft beitragen, insbesondere in der Arbeit gegen Extremismus und Antisemitismus. Die Projekte können von den Gliederungen der beiden Verbände eigenständig ausgestaltet werden. Kontinuierlich werden aber auch bundeszentrale Veranstaltungen gemeinsam von beiden Projektpartner/-innen organisiert und durchgeführt, teilweise unter Einbezug Dritter, wie zuletzt der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD).

Begegnungen ermöglichen und Vorurteile abbauen

In der Begründung hob die Jury vor allem die durch das Projekt realisierten „interreligiösen und interkulturellen Begegnungen unter Jugendlichen, die ein Kennenlernen über Grenzen hinweg ermöglichen und Vorurteile abbauen helfen“ heraus.

Im Rahmen der Preisverleihung mit 250 Gästen würdigte Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, die Gewinner/-iinnen mit einer Festrede. Eine Kurzvorstellung der Siegesprojekte sowie eine Podiumsdiskussion mit den Gewinner/-innen und dem Vorsitzenden der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße, ermöglichte es darüber hinaus, einen Einblick in die Vielfalt der unterschiedlichen Projekte zu bekommen.

„Ich war sehr beeindruckt von den anderen Projekten und bin sehr glücklich, dass sich in ganz Deutschland so viele Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus einsetzen“, zieht KLJB-Bundesseelsorgerin Carola Lutz als abschließendes Fazit zur Preisverleihung.

Quelle: Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e.V. vom 11.07.2019