Freiwilliges Engagement / Kinder- und Jugendarbeit

Freiwilligenbefragung: Große Zufriedenheit mit „weltwärts“

Vier lächelnde junge Menschen tragen blaue T-Shirts auf denen Volunteer steht
Bild: rawpixel.com

Eine aktuelle Befragung der 18- bis 28-Jährigen weltwärts-Freiwilligen zeigt, dass der entwicklungspolitische Freiwilligendienst für diese jungen Menschen eine lebensprägende Erfahrung ist und ihre Selbstständigkeit, Eigenverantwortung sowie Offenheit gegenüber anderen Kulturen fördert. Außerdem gaben knapp die Hälfte der Alumni an, sich auch nach der Rückkehr engagieren zu wollen.

Weltwärts trifft weiterhin den Bedarf junger Menschen und die Organisationen im In- und Ausland führen das Programm sorgfältig durch. Dieses Fazit zieht das uzbonn, Gesellschaft für empirische Sozialforschung und Evaluation, das die Befragung im Auftrag von Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen durchgeführt hat.

Höchstwert bei Zufriedenheit der Freiwilligen erreicht

86 Prozent der Befragten waren mit ihrem Einsatzplatz sehr oder eher zufrieden. Sehr positiv sahen die Freiwilligen auch die soziale Einbindung am Einsatzplatz und die Möglichkeiten, sich aktiv im Projekt einzubringen. Die Zufriedenheit der Freiwilligen mit der Vorbereitung auf den Dienst erreichte mit 96 Prozent einen neuen Höchstwert. Auch das begleitende Seminarprogramm wurde von den Freiwilligen positiv bewertet.

Für 96 Prozent der Freiwilligen ist der Freiwilligendienst eine lebensprägende Erfahrung. Selbständigkeit und Eigenverantwortung sowie die Offenheit gegenüber anderen Kulturen wurden durch den Freiwilligendienst positiv beeinflusst. Rund 90 Prozent der Befragten gab an, dass sich der Freiwilligendienst positiv auf ihr Interesse an entwicklungspolitischen Fragen, ihr Verständnis für globale Zusammenhänge sowie auf ihre Motivation gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen ausgewirkt hat. 39 Prozent der Rückkehrerinnen und Rückkehrer engagierten sich in Deutschland weiter freiwillig. 46 Prozent gaben an, dass sie sich zukünftig sehr sicher oder wahrscheinlich engagieren werden.

Freiwillige sind vorwiegend Abiturienten

Auch wenn Freiwillige von Situationen berichteten, die subjektiv als bedrohlich empfunden wurden, haben nur 5 Prozent selbst körperliche Gewalt im Aufenthaltsland erfahren. Trotz der Sicherheitsprobleme fühlten sich 93 Prozent aufgrund der Begleitung und Vorsorge durch ihre Entsendeorganisation in Deutschland und ihrer Aufnahmeorganisation im Gastland insgesamt (eher) gut aufgehoben. Dies ist ein neuer Höchstwert.

82 Prozent der Freiwilligen haben direkt nach Ende ihrer Schulzeit am Programm teilgenommen. 97 Prozent der Befragten gab das (Fach-)Abitur als höchsten erworbenen Schulabschluss an. 1,5 Prozent der Freiwilligen hatten eine Beeinträchtigung oder Behinderung.

Hintergrund der Befragung

Die Freiwilligen-Befragung dient dazu, das Programm im Sinne eines entwicklungspolitischen Lern- und Austauschdienstes für die Freiwilligen und die beteiligten Organisationen im Norden und Süden stetig weiterzuentwickeln. Befragt wurden alle Freiwilligen, die im Jahr 2018 ihren Freiwilligendienst beendet haben. An der Befragung haben zwei Drittel der Freiwilligen teilgenommen.

Alle Ergebnisse der Freiwilligen-Befragung 2018 finden sich auf der Webseite von weltwärts.

Über weltwärts

Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren können sich über den staatlich geförderten Dienst in Projekten in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa oder Ozeanien beziehunsgweise Deutschland engagieren. Ziele von weltwärts sind, dass die Teilnehmenden eine andere Lebensweise kennenlernen sowie Impulse für ein solidarisches Engagement nach der Rückkehr mitnehmen. Die Koordinierung des Programms liegt im Auftrag des BMZ bei Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen.

Quelle: Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen vom 02.10.2019

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