Freiwilliges Engagement / Förderinformationen

Engagementfonds: Förderung für ehrenamtliche Nachbarschaftsinitiativen in Sachsen-Anhalt wird fortgesetzt

Hände unterschiedlicher Hautfarbe gestapelt
Bild: © Robert Kneschke- Fotolia.com

80 ehrenamtliche Initiativen für Geflüchtete und Zugewanderte sind 2016 in Sachsen-Anhalt mit etwa 120.000 Euro finanziell gefördert worden. Mit bis zu 2.500 Euro können konkrete ehrenamtliche Vorhaben auch in 2017 unterstützt werden. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Sachsen-Anhalt e.V. (LAGFA) begleitet den Antrags- und Umsetzungsprozess.

"Aktive in Sportvereinen, Schulklassen oder Nachbarschaftsinitiativen setzen sich mit kreativen Maßnahmen für ihre neuen Nachbarn ein", so die Bilanz im Nachgang eines Landestreffens in Magdeburg. Die kommunalen Integrationskoordinatoren und Verantwortliche der Netzwerkstellen für bürgerschaftliches Engagement trafen sich zu einem ersten Fachaustausch und diskutierten Strategien von der Willkommens- zur Integrationskultur.

Engagementfonds

"Mit dem Engagementfonds unterstützen wir im ganzen Land Initiativen und Projekte, die sich für ein Miteinander in Vielfalt engagieren. Mit geringem bürokratischen Aufwand erhalten Engagierte durch den Engagementfonds finanzielle und fachliche Unterstützung. Das vielfältige Engagement zugunsten Geflüchteter und Zugewanderter ist ungebrochen", betont Susi Möbbeck, Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration in Sachsen-Anhalt und Integrationsbeauftragte der Landesregierung.

"Die Engagierten setzen ein Zeichen gelebter Solidarität, indem sie beim Ankommen in den Kommunen und Städten helfen. Gleichzeitig entstehen vielfältige Begegnungen, die das Zusammenleben stärken", so Möbbeck. Egal ob Verein oder Initiativen, ihnen allen steht dabei der landesweite Fonds offen. Mit diesem in der Form einmaligen Angebot nimmt Sachsen-Anhalt eine Vorreiterrolle bei der Unterstützung des Engagements für Geflüchtete ein. So konnten u.a. Sprachcafés, Fahrradreparaturwerkstätten, kulturelle Begegnungen und Integrationsprojekte im Sport unterstützt werden.

Der Engagementfonds soll auch in 2017 mit Mitteln des Sozialministeriums in Höhe von 100.000 Euro und mit Mitteln der Flick-Stiftung in Höhe von 20.000 Euro fortgeführt und im Hinblick auf die Integration vor Ort – in Nachbarschaften, Dorfgemeinschaften und Stadtvierteln – weiterentwickelt werden.

Auch für 2017 Unterstützung beantragen

"Interessierte und Engagierte können ihre Idee formulieren und eine Unterstützung beantragen", lädt Jan Greiner zum Mitmachen ein. Der Projektleiter der  Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Sachsen-Anhalt e.V. (LAGFA) begleitet den Antrags- und Umsetzungsprozess.

"Integration vor Ort ist die Herausforderung, der sich Ehrenamtliche im ganzen Land weiterhin mit großer Hingabe stellen", weiß Greiner. Neben der Unterstützung der Initiativen seien der Austausch und der Wissenstransfer eine gemeinsame Aufgabe. Daher wolle man gute Beispiele aus Kultur, Naturschutz, Bildung oder Feuerwehren sichtbar machen. "Wir sammeln permanent Ideen und gute Projektansätze, die wir im weiteren Austausch weitergeben werden", blickt der Freiwilligenmanager voraus und freut sich auf spannende Ansätze für eine integrierte Nachbarschaft.

Hintergrundinformationen

Unter dem Motto "Engagierte Nachbarschaft" unterstützt die Netzwerkstelle Willkommens- und Integrationskultur lokale Initiativen und Vereine, die sich für die Integration von Geflüchteten und Zugewanderten ehrenamtlich einsetzen.

Mit bis zu 2.500 Euro können konkrete ehrenamtliche Vorhaben unterstützt werden.

Mehr Informationen unter www.willkommenskultur.info

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) ist der Zusammenschluss von Freiwilligenagenturen und engagementfördernden Infrastrukturen im Land Sachsen-Anhalt.

Kontakt

LAGFA Sachsen-Anhalt e.V.                                  
Jan Greiner
Telefon: 0345 / 20 37 842
E-Mail: willkommenskultur@DontReadMelagfa-lsa.de

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt vom 07.03.2017

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