Freiwilliges Engagement / Demokratie

Engagement leben – Sinn geben: 14. Woche des bürgerschaftlichen Engagements ist eröffnet

Gruppe von jungen Erwachsenen
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Über 30 Millionen Menschen sind in Deutschland freiwillig aktiv. Sie alle tragen dazu bei, das Leben in unserer Gesellschaft besser, gerechter und demokratischer zu gestalten. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagements (BBE) veranstaltet jedes Jahr die Woche des bürgerschaftlichen Engagements – die inzwischen bundesweit größte Freiwilligenoffensive – um das Engagement dieser Menschen hervorzuheben und zu würdigen.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey und Brigitta Wortmann vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) haben am 14. September die 14. Woche des bürgerschaftlichen Engagements eröffnet.

Gute Rahmenbedingungen für Freiwilliges Engagement 

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey betonte in ihrer Eröffnungsrede die Wichtigkeit von guten Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement: „Mit unserer Engagementpolitik wollen wir für das freiwillige und bürgerschaftliche Engagement und für das Ehrenamt gute Rahmenbedingungen schaffen. Jeder, der sich in Deutschland freiwillig engagieren will, soll dazu auch die Möglichkeit bekommen. Dafür wollen wir sorgen. Bürgerschaftliches Engagement lässt sich nicht verordnen. Ich will mich aber dafür einsetzen, dass mehr Freiwillige ihrem Wunsch, sich zu engagieren, nachgehen können. Die Nachfrage ist groß, der Wille ist da – das ist großartig und dieses Potential dürfen wir nicht verschenken.“

Maßnahmen für eine starke Zivilgesellschaft und eine lebendige Demokratie

Bundesratspräsident Michael Müller, der sich zuvor beim Rundgang über den Engagement-Markt über unterschiedliche Initiativen informiert hatte, betonte die große Verantwortung der Länder zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement. „Freiwilliges Engagement braucht verlässliche Rahmenbedingungen und besondere Anerkennung. Das Land Berlin unterstützt wie alle anderen Länder auch bürgerschaftliches Engagement mit zahlreichen Programmen und Maßnahmen. Ich begrüße, dass sich auch der Bund hier in einer besonderen Verantwortung sieht und zusammen mit den Ländern weitere Maßnahmen für eine starke Zivilgesellschaft und eine lebendige Demokratie plant“, sagte Müller.

Engagementpolitik ist Gesellschaftspolitik und Engagement stärkt Demokratie

Brigitta Wortmann vom BBE-Sprecher/-innenrats begrüßte die über 350 Gäste im DRIVE Volkswagen Forum in Berlin. Sie freute sich über den wichtigen Einsatz von Engagierten: „Bürgerinnen und Bürger, die anpacken, sind das Herz unserer Gesellschaft. Ihre Bedeutung für das Gemeinwesen muss noch sichtbarer werden. Zum Beispiel durch eine gute Engagementpolitik, die überall eine Rolle spielen muss: Von der Bildung über den Städtebau bis zur ländlichen Entwicklung. Engagementpolitik ist Gesellschaftspolitik und Engagement stärkt Demokratie. Die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements, zeigt dies wieder einmal eindrucksvoll.“

Die Botschafterinnen und Botschafter 2018

Die Engagmenet-Botschafterinnen und Botschafter stehen stellvertretend für 30 Millionen Engagierte. Ein Jahr lang machen sie bundesweit auf ihre Themen aufmerksame und haben so eine motivierende Vorbildfunktion. Die diesjährigen Engagement-Botschafterinnen und Botschafter sind: 

Klaus Hirrich vom Verein zur Förderung ökologisch-ökonomisch angemessener Lebensverhältnisse westlich des Plauer Sees (FAL) e.V. aus Wangelin. Er ist Botschafter für das Engagement in ländlichen Räumen, der mit seinen Mitstreitern und Mitstreiterinnen den kleinen Ort bei Plauen am See in Mecklenburg-Vorpommern von einer „ausgeräumten Landschaft“ mit vielen zu Ruinen verfallenen Häusern und einem ehemaligen sowjetischen Schießplatz wieder einen lebenswerten und blühenden Ort verwandelte.

Johannes Müller, Gründer von CorrelAid e.V., Botschafter für Digitales Engagement, ein Datenanalyst aus Konstanz, der das Netzwerk junger, engagierter Datenanalysten und Datenanalystinnen mit sozialem Anspruch gründete, die gemeinsam ihre Kenntnisse für gute Zwecke einsetzen, indem sie zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützen.

Und Katja Sinko, Gründerin von The European Moment, Botschafterin für Zivilgesellschaft in Europa, die sich mit ihrer Kampagne für europäische Werte und gegen rechtspopulistische Hetzte engagiert.

Außerdem fand auch in diesem Jahr ein Engagement-Markt statt. Initiativen und engagierte Unternehmen gestalteten an ihren Ständen ein buntes Mitmachprogramm, das die Vielfalt des Engagements aus nächster Nähe erlebbar machte.

Das BBE und die Woche des bürgerschaftlichen Engagements 

Seit 2004 würdigt das BBE mit der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements den Einsatz der über 30 Millionen freiwillig Engagierten. Im Fokus stehen Menschen, die sich eigeninitiativ oder in Unternehmen, Stiftungen, Verbänden oder Einrichtungen, die sich unter dem Motto „Engagement macht stark!“ engagieren. Sie wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Der Bundespräsident ist Schirmherr der Kampagne. Das ZDF, der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) und das enorm Magazin sind offizielle Medienpartner. Weitere starke Partner/-innen 2018 sind Aktion Mensch, Children for a better World e.V., die Deutsche Telekom, die Faire Woche, Good Impact, IBM Deutschland, die Sparkasse und Volkswagen pro Ehrenamt.

Das BBE ist ein Zusammenschluss aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft. 260 Mitgliedsorganisationen verfolgen das Ziel, bürgerschaftliches Engagement in allen Gesellschafts- und Politikbereichen zu fördern.

Weitere Informationen unter www.engagement-macht-stark.de.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 14.09.2018

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