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Digitalisierung und Medien / Freiwilliges Engagement

Vollversammlung des Landesjugendrings Saar fordert Herabsenkung des Wahlalters

JugendleiterInnen-Ausbildung, Medienkompetenz und die kulturelle Vielfalt Jugendlicher im Saarland: das sind die Highlights, die sich die Jugendverbände im Landesjugendring für 2010 vorgenommen haben. Auf ihrer 92. Vollversammlung am Freitagabend in Saarbrücken haben die Delegierten der 21 Mitgliedsverbände ihre Arbeitsschwerpunkte festgelegt und mit VetreterInnen der Landtagsfraktionen aus CDU, SPD und Linken und der Landesregierung über die jugendpolitischen Forderungen des Landesjugendrings diskutiert.

Ernst-Rudolf Ollinger vom Sozialministerium vertrat die erkrankte Staatssekretärin Gaby Schäfer.

Die von den Jugendverbänden geforderte Herabsenkung des Wahlalters stieß auf unterschiedliches Echo. Während Magnus Jung von der SPD und Heike Kugler von den Linken auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels Wahlalter 16 auf Kommunalebene forderten, zeigten sich Tobias Hans (CDU) und Ernst-Rudolf Ollinger skeptischer. Für sie macht es Sinn das Wahlrecht eher an die Volljährigkeit zu koppeln. Trotzdem wollten sie einer Entscheidung der CDU/FDP/Grünen-Koalition nicht vorgreifen.

Einig waren sich die Jugendverbandsdelegierten und PolitikerInnen weitgehend darin, Kinder und Jugendliche in den Kommunen möglichst altersgerecht und projektorientiert beteiligt werden müssten. Der Landesjugendring fordert, dies gesetzlich zu verankern. Alle politischen VertreterInnen stimmten ebenfalls darüber überein, dass die außerschulische Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag im Bildungsbereich leiste und dementsprechend wie die Schulen und Hochschulen finanziell zu stärken sei.

Beschlossen wurde im Jahresprogramm, dass künftig auch verbandsübergreifende Seminare zur Qualifizierung nach dem Standard der Jugendleitercard (Juleica) angeboten werden. „Im Landesjugendring können wir hervorragend gemeinsame Ziele und Ausbildungsinhalte bündeln. Deshalb bieten wir Zusatzqualifizierungen zum Schutz der Kindeswohls in der ehrenamtlichen Jugendarbeit und Seminare zur Förderung der Jugendarbeit an“ erklärte Heike Weber vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft. Zum 31.12.09 gab es in den saarländischen Jugendverbänden 1232 Ehrenamtliche mit gültiger Juleica.

Das heiße Eisen „Kulturelle Vielfalt“ packt der Landesjugendring 2010 ganz praktisch an: „Wir haben Kontakte zum Verband jüdischer Jugendlicher, zur Alevitischen Jugend, zur Jugend der Islamischen Gemeinde und zu JunOst, dem Verband der russischsprachigen Jugend in Deutschland geknüpft“, erklärte Frank Kettern vom LJR-Vorstand. Einige VertreterInnen dieser Organisationen konnten als Gäste begrüßt und es konnten gegenseitige Einladungen für dieses Jahr ausgesprochen werden: so zum Beispiel zum Workcamp der Landesjugendrings am 8.Mai auf der Gedenkstätte „Gestapo-Lager Neue Bremm“ und zu einer Berlin-Fahrt der des jüdischen Jugendverbands Anfang Juni nach Berlin. Dieser freut sich auf nicht-jüdische Begleitung von anderen Jugendverbandsmitgliedern ab 18 Jahre. Zum „Vielfalt“-Schwerpunkt wird im Herbst in Kooperation mit dem Landkreis Merzig-Wadern auch eine Malaktion auf Plakatgroßflächen. Jugendverbände werden zum Thema riesige Plakate selbst gestalten und dafür werben, dass Vielfalt unsere Gesellschaft bereichert. Falls finanzierbar, wird das Projekt auf weitere Landkreise ausgedehnt.

Auch der Jugendserver-Saar, das Internet-Projekt des Landesjugendrings, wird 2010 viel von sich Reden machen. Am 22.4. startet das inhaltlich und grafisch komplett überarbeitete Portal des Jugendserver-Saar neu. Aufgrund der großen Nachfrage werden auch die Projekttage KomComm für SchülerInnen und Jugendgruppen verstärkt angeboten. Dort werden Jugendliche ab 11 Jahre für soziale Netzwerke ausgebildet, so dass sie in der Lage sind, technisch und sozial kompetent darin im Internet zu kommunizieren. Auch sind Persönlichkeitsrechte und Datenschutzfragen in diesen Schulungen ein Topthema.

Quelle: Landesjugendring Saar

 

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