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Freiwilliges Engagement

Verkürzter Zivildienst: Caritasverband Trier fordert angemessene Übergangsfrist

„Die jetzt geplante Verkürzung des Wehrdienstes auf sechs Monate bringt verheerende Folgen für den Zivildienst und damit für die sozialen Dienste am Menschen mit sich“, sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg gestern in Berlin.

Die geplante Wehrdienstreform, die eine verkürzte Zivildienstzeit von nur noch sechs Monaten zur Folge hat, soll nach aktuellen Plänen der Bundesregierung vorgezogen werden. Dadurch ist die Gestaltung des Zivildienstes als „sozialer Lerndienst“ für junge Menschen nach Ansicht des Diözesan-Caritasverbandes Trier zwar nicht in Frage gestellt, dringend nötig sei aber eine angemessene Übergangsfrist, in der das gesamte Konzept des Zivildienstes an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden könne. Hans Wax, Referent für Zivildienst und Freiwilligendienste bei den Sozialen Lerndiensten im Bistum Trier, erläuterte dazu: „Wir haben die Aufgabe, junge Menschen in ihrer Bildung zu fördern. Daher machen wir ihnen in Kooperation mit den kirchlich-caritativen Einrichtungen das Angebot, Erfahrungen zu sammeln und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Damit aber auch ein kurzer Einsatz für junge Menschen eine persönliche Orientierung bringen kann, müssen wir die Konzepte zur Einarbeitung und fachlichen Begleitung verändern.“  

Hans Wax weist außerdem darauf hin, dass für die Personen, welche die „Zivis“ betreuen, wie beispielsweise psychisch Kranke oder Menschen mit Behinderung, die neue Einsatzregelung nachteilig sein kann. Durch die Verkürzung der Einsatzzeiten könne es zu einer schleichenden Reduzierung von zusätzlichen Angeboten der Betreuung und Begleitung kommen, die oft durch „Zivis“ geleistet werden. Hinzu komme der Aspekt der persönlichen Beziehung: Bei verkürzter Einsatzzeit müssten sich die Betreuten immer wieder auf neue Menschen einstellen. Dies bedeute für sie Stress und Unsicherheit. Umso wichtiger sei es deshalb, so Wax, dass Träger sozialer Dienste und Einrichtungen in einer Übergangszeit neue Konzepte entwickeln können, die auch diese Probleme lösen.

Soziale Lerndienste im Netz: www.soziale-lerndienste.de

Quelle: Diözesan-Caritasverband Trier