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Freiwilliges Engagement

ASB: Bereitschaft Freiwilliger jetzt nicht bremsen

Pascal Meißner und Frederike Steininger gehören beim ASB zu den ersten Bundesfreiwilligen.
Bild: obs/ASB-Bundesverband Pascal Meißner und Frederike Steininger gehören beim ASB zu den ersten Bundesfreiwilligen.

Acht Monate nach dem Start des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) zeigt sich, was anfangs viele bezweifelt haben: Der BFD ist ein Erfolgsmodell, auch beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).

Die von der Bundesregierung angestrebten 35.000 Plätze sind mittlerweile alle vergeben, und das Interesse der Freiwilligen steigt weiter. Derzeit müssen die meisten Einsatzstellen neue Bewerber sogar ablehnen, weil der vorgegebene Rahmen bereits ausgeschöpft ist. Das zuständige Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hält derzeit an einer Kontingentierung der Stellen fest, und der Bundesfinanzminister plant gar eine Besteuerung des Taschengelds, das den Freiwilligen gezahlt wird.

In einem Brief an Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder plädiert der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. für eine weitergehende Förderung aller Freiwilligendienste, zu denen auch das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) mit 35.000 Plätzen gehört. "Gerade jetzt, wo viele Menschen ihre große Bereitschaft für soziales Engagement zeigen, darf dies nicht wegen vormals beschlossener Stellenzahlen ausgebremst werden", so ASB-Bundesgeschäftsführer Christian Reuter. Gerade für die Gruppe der über 27-Jährigen konnte im BFD erstmals strukturierte Freiwilligenarbeit erschlossen werden. Der BFD bietet so Menschen mit Lebenserfahrung viele Einsatzmöglichkeiten mit Zukunft - und schafft einen gesellschaftlichen Mehrwert, der generationenübergreifend große Resonanz findet: Beim ASB ist derzeit ein Drittel aller Bundesfreiwilligen über 27 Jahre alt. Durch die Begrenzung auf 35.000 BFD-Stellen müssen interessierte ältere Bürger zukünftig auf ihren Einsatz warten, bis wieder Plätze frei werden. Ein FSJ kann nur für jüngere Bewerber eine Alternative sein, doch auch hier ist das Angebot begrenzt. "Nach einer Aufstockung der Freiwilligendienste von derzeit 70.000 auf zukünftig 100.000 Stellen muss niemand mehr vertröstet werden", erklärt Christian Reuter und ergänzt: "Dies wünschen wir uns und sehen es als realistische Prognose für 2013, die Plätze alle besetzen zu können."

Der ASB war als Zentralstelle für den BFD eine der ersten Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen, die den neuen Freiwilligendienst von Anfang an aktiv und gezielt gefördert haben. Seit März 2011 wirbt er mit einer eigenen Kampagne erfolgreich um künftige BFD'ler und hat seine regionalen Vertretungen rechtzeitig auf den neuen Dienst vorbereitet. Derzeit sind beim ASB über 690 BFD- und über 800 FSJ-Stellen besetzt - weitere Plätze könnten vergeben werden, wenn die Kontingentierung dies zuließe.

Quelle: PM ASB vom 13.03.2012