Freiwilliges Engagement / Kinder- und Jugendpolitik

Das Jugendfreiwilligenjahr – Für den BDKJ die richtige Antwort

Schild Engagement und Schild Gleichgültigkeit zeigen in entgegengesetzte Richtungen
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Der BDKJ-Bundesvorstand begrüßt die Initiative von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey zu einem Jugendfreiwilligenjahr mit Rechtsanspruch. Der Dachverband der katholischen Jugendverbände sieht darin einen „an den Interessen junger Menschen orientierten Gegenentwurf“ zur Dienstpflichtdebatte, die u.a. auf dem kommenden CDU-Parteitag geführt werden wird.

„Wenn das Konzept umgesetzt werden kann, ist dies ein wichtiger Beitrag dazu, dass zukünftig noch mehr junge Menschen einen Freiwilligendienst absolvieren, dabei gut begleitet sind und auch finanziell nicht noch drauflegen müssen“, betont BDKJ-Bundespräses Dirk Bingener. „Wir begrüßen eine mögliche Erhöhung der Zuschüsse für die pädagogische Begleitung und des Taschengeldes im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Auch ein Beitrag zu den ÖPNV Kosten der Freiwilligen wäre richtig“, ergänzt Pfarrer Bingener.

Finanzielle Ausstattung und Wertschätzung

Neben einer besseren finanziellen Ausstattung der bestehenden Dienstformate sieht das am 03.12.2018 von Bundesfamilienministerin Giffey in Berlin vorgestellte Konzept vor, die Wertschätzung eines Freiwilligendienstes zu steigern. Dies soll beispielsweise durch eine bessere Anerkennung von Freiwilligendienstzeiten an Universitäten und in der Berufswelt gewährleistet werden. Geplant ist darüber hinaus - stärker als bisher - die Förderung und Inklusion von jungen Menschen in besonderen Lebensumständen.

Freiwilliges Engagement statt Dienstpflicht

„Wir finden den Ansatz der Ministerin richtig, auf freiwilliges Engagement zu setzen. Wie sehr unterscheidet sich dieser Ansatz von der Annahme, man könne junge Menschen zu einem Dienst zwingen. Insofern ist die verstärkte Förderung dieses bürgerschaftlichen Engagements die richtige Antwort auf die Dienstpflichtdebatte, die u.a. auf dem kommenden CDU-Parteitag geführt werden wird“, so Bingener weiter.

Konzept mit Zivilgesellschaft ausgestalten

Nun wird es aus Sicht des BDKJ darauf ankommen, das Konzept gemeinsam mit der Zivilgesellschaft auszugestalten und umzusetzen. Auch wenn es bereits im Jahr 2019 eine Erhöhung der Mittel geben wird, müssen die geplanten Maßnahmen noch mit weiteren Finanzmitteln hinterlegt werden. „Nur so wird ein Anstieg derer, die einen Freiwilligendienst in Deutschland absolvieren, dauerhaft gelingen“, betont Bingener.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.

Quelle: Bund der Deutschen Katholischen Jugend vom 04.12.2018

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