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Freiwilliges Engagement

Bundesfreiwilligendienst wird überraschend gut angenommen

Ein Schild
Bild: © Marem - Fotolia.com

Wie ZEIT online berichtet, wird der Bundesfreiwilligendienst erstaunlich gut angenommen und gilt ein halbes Jahr nach seiner Einführung bereits als Erfolg.

Nach Angaben des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgabe waren bis Weihnachten in Köln 26.240 Verträge für einen Bundesfreiwilligendienst abgeschlossen.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hält die von ihr ausgegebene Marke von jährlich 35.000 Freiwilligen vor dem Hintergrund dieser Zahlen für erreichbar. "Mit dem Bundesfreiwilligendienst haben wir für alle Altersklassen ein vielfältiges Angebot geschaffen. Und das wird genutzt – allen Unkenrufen zum Trotz."

Auch der Sprecher des Kölner Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Josef Opladen und Ulrich Schneider, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, bewerteten diese Entwicklung als unerwartet positiv. "Ich habe mit dem Erfolg, den wir jetzt haben, erst im nächsten Jahr gerechnet", sagte Schneider. "Jetzt geht's darum auszubauen, Erfahrungen zu sammeln, gerade auch mit den älteren Absolventen, um das Ganze immer weiter zu verbessern."

Beim Bundesfreiwilligendienst gibt es im Gegensatz zum Zivildienst, der am 31. Dezember endgültig ausläuft, keine Altersbegrenzung. Schneider schätzte die Zahl der Älteren, also Menschen über 30, im Paritätischen Wohlfahrtsverband  auf rund 20 Prozent. Das reiche vom Studienabsolventen, der sich nun erst einmal orientieren will in der Praxis, bis hin zum 72-jährigen Rentner, der Lust habe, sich einer sinnvollen Aufgabe zu widmen. Etwa jeder Zweite von den 20 Prozent der über 30-Jährigen sei im Rentenalter.

Stellen in Pflegeheimen seien nach wie vor schwierig zu besetzen und Probleme gibt es einem Bericht der Rhein-Zeitung zufolge auch in den ländlichen Regionen. Während in Großstädten die Angebote genutzt würden, gebe es auf dem Lande in soziale Einrichtungen nach Aussetzung des Zivildienstes zu wenig Freiwillige.

Quelle: ZEIT online