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Freiwilliges Engagement

AWO setzt auf Freiwilligkeit

Die Arbeiterwohlfahrt blickt mit Zuversicht auf den Start des Bundesfreiwilligendienstes am 01. Juli und erteilt Plänen zur Einführung eines neuen sozialen Pflichtdienstes eine Absage.

„Die Zivildienstleistenden werden uns fehlen, denn ihre Arbeit hat den Menschen zu höherer Lebensqualität verholfen, deshalb gilt ihnen unser Dank“, erklärte der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler, fügte aber hinzu:  „Die über 14.000 sozialen Dienste und Einrichtungen der AWO können ihre Dienste auch ohne Zivildienstleistende erbringen“. Die Einführung eines neuen sozialen Pflichtdienstes lehnt die AWO aber entschieden ab. „Die AWO steht für ein selbstbestimmtes und mit den eigenen Interessen verknüpfbares freiwilliges Engagement“, erklärt Stadler. „Wir wollen die Menschen davon überzeugen, dass sich soziales Engagement lohnt, nur dann haben alle etwas davon.“

Momentan ist nach AWO-Angaben die Zahl der Teilnehmer am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) bei der AWO noch sehr viel höher, als die Zahl der Interessierten für den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Der Wohlfahrtsverbsd führt das vor allem darauf zurück, dass das FSJ bereits etabliert und anerkannt sei. Dass die Freiwilligendienste den Zivildienst komplett ersetzen können werden, glaubt Stadler nicht: „Realistisch betrachtet, gibt es Bereiche, die schlicht nicht attraktiv genug für Freiwillige sind.“

Wie die AWO mitteilte, verrichteten in den letzten 30 Jahren über 100.000 junge Männer ihren Zivildienst bei der Arbeiterwohlfahrt. Der Wohlfahrtsverband würdigte die besondere Bedeutung dieser Zivildienstleistenden, die sich dadurch auszezeichnet hätten, dass sie ihre Zeit in das menschliche Miteinander investiert hätten. „Zukünftig müssen und wollen wir junge Menschen durch Überzeugung gewinnen. Aus diesem Grund haben wir die bundesweite Kampagne “freiwillich“ entwickelt“, erläuterte Wolfgang Stadler. Die Kampagne zielt darauf ab, junge Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren von der Teilnahme an Freiwilligendiensten zu überzeugen. Auf der Homepage www.awo-freiwillich.de wird derzeit eine Datenbank aufgebaut, die schon bald eine direkte Suche nach Einsatzstellen ermöglichen wird.

Quelle: Arbeiterwohlfahrt Bundesverband