Flucht und Migration / Familienpolitik

Zuwanderung junger Flüchtlinge birgt viel Potenzial für die Gesellschaft

Sechs farbig angemalte Hände liegen aufeinander und zeigen damit Teamgeist.
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Baden-Württembergs Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat den einstimmigen Beschluss aller Bundesländer zur Stärkung der gesellschaftlichen Integration von jungen Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien auf der Jugend- und Familienministerkonferenz begrüßt.

"Die Zuwanderung junger Menschen und deren Familien stellt unsere Gesellschaft zugegebenermaßen vor eine sehr große Aufgabe. Bund, Länder, Kreise, Kommunen und Bevölkerung müssen sich dieser Herausforderung aber gemeinsam stellen, denn in der Zuwanderung gerade der jungen Flüchtlinge liegt für unser Land viel Potenzial", sagte der Minister in Dresden.

Zu den Beschlüssen der Jugend- und Familienministerkonferenz vom 02./03. Juni 2016

Gute Bleibeperspektive unterstützt die Integration junger Flüchtlinge

Damit Integration gelinge, müssten für junge Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien mit einer guten Bleibeperspektive möglichst frühzeitig entsprechende Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung stehen. "Hierbei kommt der Kinder- und Jugendhilfe mit ihren Bildungs-, Sozial- und Integrationsangeboten eine besondere Bedeutung zu", so der Minister.

Damit die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe bedarfsgerecht ausgebaut und weiterentwickelt werden können, sei es aus Sicht der Jugend- und Familienministerkonferenz dringend erforderlich, dass die Bundesregierung den Ländern und Kommunen zusätzliche Mittel zur Verfügung stellt, erklärte Lucha.

Bund muss Länder endlich entlasten

Der Minister: "Bislang tragen die Länder und die Kommunen einen wesentlichen Anteil der Lasten, die mit der Integration von unbegleiteten Minderjährigen und Flüchtlingsfamilien einhergehen. Der Bund muss Länder und Kommunen endlich entlasten."

Quelle: Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg vom 03.06.2016

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