Flucht und Migration

Thüringen: 25.000 Euro für psychosoziale Betreuung von Flüchtlingen

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Der Freistaat Thüringen unterstützt in Zusammenarbeit mit der Stiftung FamilienSinn die therapeutische Behandlung und psychosoziale Betreuung von Flüchtlingsfamilien des Vereins Refugio e.V.

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (Die LINKE), wird heute (14. April 2015) in Jena das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge besuchen. Gemeinsam mit der Kuratorin der Stiftung FamilienSinn, Rosemarie Schmack-Siebenlist-Hinkel, wird Ministerin Werner einen Fördermittelbescheid über 25.000 Euro an den Trägerverein Refugio Thüringen e.V. übergeben. Die Stiftung FamilienSinn setzt sich für Familien in Thüringen ein, auch für diejenigen, die als Einwanderer oder Flüchtlinge nach Deutschland kommen.

Schnelle Hilfe für Betroffene und ihren Angehörigen

Sozialministerin Werner sagte vorab: "Die große Anzahl von Flüchtlingen ist für Kommunen und soziale Einrichtungen eine große Herausforderung. Der Freistaat will hier nach Kräften unterstützen. Ich bin froh, dass über die Stiftung FamilienSinn dem Verein Refugio e.V. für diese wichtige therapeutische Arbeit mit Flüchtlingsfamilien Geld bereitgestellt werden kann."

Rosemarie Schmack-Siebenlist-Hinkel sagte: "Flüchtlinge sind oft schwer traumatisierte Menschen. Das trifft besonders auf Familien mit Kindern zu. Wir wollen und müssen den Betroffenen und ihren Angehörigen schnelle Hilfe zukommen lassen. Refugio hat dafür ein geeignetes Projekt initiiert, das den Flüchtlingen unkompliziert therapeutische Behandlung und psychosoziale Betreuung bietet."

Hintergrund

Das Projekt Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge (PsZF) des Refugio Thüringen e.V. richtet sich an in Thüringen lebende Flüchtlinge und ihre Familien. Das Zentrum ist die einzige Einrichtung in Thüringen, die auf die Bedürfnisse traumatisierter und anderweitig psychisch belasteter Flüchtlinge spezialisiert ist. Mit diesem Betreuungsangebot soll zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen beigetragen werden. Die Zielgruppen sind Menschen, die Opfer von Folter, Verfolgung, Vertreibung, kriegerischer Auseinandersetzung, sexualisierter Gewalt oder Zeugen bei der Ermordung Dritter bzw. Familienangehöriger geworden sind und die aufgrund des Erlebten traumatisiert und/oder aufgrund aktueller Lebensbedingungen anderweitig psychisch belastet sind. Den betreuten Menschen wird psychotherapeutische Unterstützung und soziale Beratung angeboten.

Quelle: Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie vom 14.04.2015

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