Flucht und Migration / Kinder- und Jugendpolitik

Themendossier: Partizipation junger Geflüchteter in der Kommune

Lächelnde Jugendliche
Bild: © Andres Rodriguez - Fotolia.com

Partizipation ist für geflüchtete Kinder und Jugendliche ein grundlegendes Element, um ihre Stärken zu entdecken und sich mit dem Gemeinwesen zu identifizieren. Doch wie funktioniert sie in der Praxis und was muss beachtet werden? Das Themendossier vom Bundesprogramm "Willkommen bei Freunden" gibt zum Weltflüchtlingstag Antworten.

Die Integration geflüchteter Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien stellt viele Kommunen vor Herausforderungen. Frühansetzende Bildungsmaßnahmen geben Geflüchteten die Chance, demokratische Werte kennenzulernen sowie sich und ihre Stärken zu entfalten. Das kann auch ein Weg sein, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Möglichkeiten zur Beteiligung und Partizipation spielen dabei eine herausragende Rolle. Doch wie ermöglicht man diese Beteiligung in der Kommune? Wie sensibilisiert man Mitarbeitende der Kommunalverwaltung, pädagogische Fachkräfte, aber auch geflüchtete Jugendliche dafür? Das Themendossier "Partizipation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen" gibt einige Antworten darauf.

Recht auf Beteiligung

Zu Beginn informiert das Themendossier zu den rechtlichen Rahmenbedingungen. Das Recht auf Beteiligung ist zum einen in der UN-Kinderrechtskonvention verankert. Zum anderen sieht auch das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) vor, "Kinder und Jugendliche […] entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen". Zudem erläutert das Dossier die verschiedenen Dimensionen von Partizipation und welche Vorteile sich daraus für Kommunen ergeben können.

Praxisbeispiele

Im Themendossier finden sich auch zwei Praxisbeispiele von Kommunen, die gemeinsam mit dem Bundesprogramm "Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge" mehr Beteiligung ermöglichen wollen. Beispielsweise im nordrhein-westfälischen Kreis Olpe. Dort setzt das Kommunale Integrationszentrum gemeinsam mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, Trägern der Wohneinrichtungen und pädagogischen Fachkräften Jugendbeteiligung um. Dazu werden geflüchtete Jugendliche als Expertinnen und Experten in eigener Sache eingebunden. In diesem Sinne bekommen sie im Landkreis unter anderem die Möglichkeit, in Bewohnerräten der verschiedenen Wohneinrichtungen mitzuwirken. Ein weiteres Ziel ist es, diese Beteiligung auch auf kommunaler Ebene zu ermöglichen, indem junge Geflüchtete fester Bestandteil des integrativen Netzwerkes im Kreis Olpe werden.

Fachinterview

Abschließend enthält das Dossier ein Interview mit Petra Mund, Professorin für Sozialarbeitswissenschaften und Sozialmanagement an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und Mitglied des Fachbeirats von „Willkommen bei Freunden“. Sie bekräftigt die Wichtigkeit aktiver Beteiligung geflüchteter Jugendlicher, die durch die Kinder- und Jugendhilfe betreut werden.

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Zum Themendossier "Partizipation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in der Kommune"

Zur Webseite von "Willkommen bei Freunden - Bündnisse für junge Flüchtlinge"

Das Bundesprogramm "Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge" ist ein gemeinsames Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gGmbH

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