Studie

Sexualität und Migration – Schwerpunkt Flucht

Bild: rawpixel.com   Lizenz: CC0 / Public Domain eigene Arbeiten

Im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führte das SINUS-Institut eine rein qualitative Studie durch, in der es darum ging, Jugendliche mit Fluchterfahrung in ausführlichen leitfadengestützten Interviews zu Wort kommen zu lassen.

Die Studie nimmt eine besondere Zielgruppe in den Blick, zu der bisher noch wenig wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse vorhanden sind: Es geht um geflüchtete Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Gesprächssituation gelegt, indem ein kultursensibler Ansatz die Auswahl der Interviewerinnen und Interviewer wesentlich mitbestimmte.

Eine qualitative Studie zu den Lebenswelten minderjähriger geflüchteter Jugendlicher in Deutschland

Die qualitative Untersuchung erfragt Vorstellungen, Einstellungen und Haltungen – und gewährt so umfassende Einblicke in die Lebenswelten der Jugendlichen. Wie die Jugendlichen vor allem auch über das Thema Sexualität und Sexualaufklärung denken, was sie wissen und welche Informationsquellen sie nutzen, ist ebenso Teil der Auswertung.

Inhaltlich valide qualitative Aussagen sind die Grundlage für die vorliegende Studie. So ist die erste empirisch belastbare Untersuchung im deutschsprachigen Raum entstanden, die die Vielfalt unterschiedlicher Einstellungen, Haltungen und Perspektiven (Mindsets) unter Geflüchteten in Form einer wertebasierten Typologie abbildet.

Dabei wird eines deutlich: Die jungen Geflüchteten sind keine homogene Gruppe. Auch innerhalb der verschiedenen ethnischen Gruppen unterscheiden sich die Jugendlichen bisweilen deutlich in ihren Werthaltungen und Lebensentwürfen.

Die Studie steht auf Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Download bereit.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Frühjahr 2021

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