#offengeht!

aej setzt sich für eine solidarische Flüchtlingspolitik ein

Drei Kinder mit dunkler Hautfarbe stehen am Meer, halten sich an den Händen, im Hintergrund sind weitere Personen zu sehen
Bild: pixpoetry - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) schließt sich als Erstunterzeichnerin gemeinsamen mit vielen weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen dem Aufruf „Solidarität entgrenzen: #offengeht“ an. Die Initiative von PRO ASYL, der Diakonie Hessen, des Initiativausschusses für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz und des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats (BZI) macht sich für eine menschenrechtsbasierte Migrations- und Flüchtlingspolitik stark.

Als Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen fordert die aej im Rahmen der Initiative insbesondere die umfassende und zeitnahe Gewährleistung der Familienzusammenführung in Deutschland. Das Recht auf Familienleben ist im Grundgesetz verbrieft und die UN-Kinderrechtskonvention schreibt den Familiennachzug vorrangig zum Schutz des Kindeswohls vor. Um ihr praxisorientiertes Engagement für junge Geflüchtete fortsetzen zu können, unterstreicht die aej zudem die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Förderung der Arbeit für und mit Schutzsuchenden und Eingewanderten sowie die dauerhafte Förderung des Engagements für demokratische Werte und gegen jede Form rassistischer Diskriminierung.

Davon ist auch aej-Generalsekretär Michael Peters überzeugt: „Geflüchtete Menschen brauchen unsere Hilfe. Die Herausforderungen, die daraus entstehen, dürfen nicht mit Abschottung, Ausgrenzung und Wegsehen beantwortet werden.“

Jahr der Flucht 2015

Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan und anderen Kriegs- und Krisengebieten trafen im „Jahr der Flucht 2015“ auf eine offene, lebendige, humane und mitfühlende Zivilgesellschaft. Und die Solidarität hat sich ausgezahlt: Aus vielen Geflüchteten sind längst Nachbar(-inne)n, Kolleg(-inn)en und Freund(-inn)en geworden, die Deutschland jünger, stärker und klüger gemacht haben.

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Dabei entscheidet sich auch, welchen Kurs Deutschland zukünftig in der Flüchtlings- und Migrationspolitik verfolgen will. Ein rücksichtsloser Umgang mit der Natur, globale wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten, sowie Krisen und kriegerische Konflikte führen dazu, dass Menschen ihre Heimat verlassen. 80 Millionen Flüchtlinge sind derzeit auf der Suche nach Schutz und Perspektiven. Und sie stehen immer öfter vor geschlossenen Grenzen und stranden in Elendslagern.

„Eine neue Regierung muss endlich die menschenverachtende Abschottungs- und Ausgrenzungspolitik beenden“, betonte Michael Peters deshalb, „Menschenwürde, Menschenrechte, Flüchtlingsschutz und das Recht auf Freiheit von Diskriminierung müssen wieder handlungsleitend für politische Entscheidungen werden“.

Zur Erklärung „Solidarität entgrenzen: #offengeht“

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) vom 30.08.2021