Nordrhein-Westfalen

Junge Geflüchtete legen Grundstein für Karriere

Zwei Männer, einer davon mit dunkler Hautfarbe, sitzen an einem Tisch und führen ein Gespräch
Bild: Linkedin Sales Navigator - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Mit einem Budget von 50 Millionen Euro hilft die Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ gestatteten und geduldeten jungen Menschen durch passgenaue Angebote den Weg in den Arbeitsmarkt zu eröffnen.

So wie im Fall von Tamas Khan Shahid aus Afghanistan. Der Azubi wird im Rahmen der Initiative zum Berufskraftfahrer bei der ODAS GmbH in Dorsten ausgebildet. Tamas Khan Shahid gehört damit zu den rund 5.000 jungen Menschen, die aktuell durch die Initiative unterstützt werden und mindestens einen der sechs Förderbausteine absolvieren. Hierzu gehören Ausbildungs- oder berufsbegleitende Qualifizierung und/oder Sprachförderung, ein intensives Coaching, der nachträgliche Erwerb eines Hauptschulabschlusses, Schul-, ausbildungs- und berufsvorbereitende Kurse sowie Teilnahme an Jugendintegrationskursen, Innovationsfonds für innovative Maßnahmen und Projekte sowie Teilhabemanagement.

Junge Menschen brauchen eine Perspektive

Ziel ist, insbesondere junge Geflüchtete zu fördern, die bislang nicht oder nur eingeschränkt von den Unterstützungsangeboten der Arbeitsförderung profitieren konnten, da sie in den Kommunen nur geduldet oder gestattet sind. Diese jungen Menschen sollen dahingehend gefördert werden, dass sie die nötigen Voraussetzungen erhalten, um erfolgreich ins Berufsleben zu starten und ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten zu können.

 „Es ist doch klar, dass die jungen Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind, eine Perspektive brauchen“, unterstrich Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann beim Besuch vor Ort in Recklinghausen und Dorsten.„Die jungen Leute wollen sich eine Zukunft aufbauen. Unsere Aufgabe ist es, die notwendigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.“

Im Regelsystem gibt es für sie keine Förderung

Im besten Falle münden diese Bemühungen in einen Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag – wie bei Tamas Khan Shahid, der seit einem knappen Jahr bei der ODAS GmbH lernt. „Eine Ausbildung ist und bleibt aus meiner Sicht die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit“, unterstrich der Arbeitsminister. Die jungen Geflüchteten seien motiviert, aber zum Teil aufgrund fehlender Qualifikationen noch nicht in der Lage, unmittelbar eine Ausbildung zu beginnen. „Deshalb haben wir „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ ganz bewusst als Instrument ausgestaltet, das die jungen Menschen in den Mittelpunkt stellt, die im Regelsystem keine Förderung erhalten konnten“. Es sei Unsinn, die Jugendlichen einfach sich selbst zu überlassen, nur weil ihre Bleibeperspektive nicht geklärt sei.

„Wenn Durchstarten in einen Beruf mündet, sprechen wir über eine klassische Win-Win-Situation“, so Laumann. „Wir haben junge Menschen, die etwas lernen wollen und wir haben Betriebe, die Hilfe brauchen können. Da kommt zusammen, was zusammengehört.“

Über 150 Geflüchtete profitierten bereits allein im Kreis Recklinghausen von der Initiative. 13 Teilnehmende der Landesinitiative absolvieren derzeit eine Ausbildung, zehn weitere befinden sich erfolgversprechend im Bewerbungsverfahren und können voraussichtlich in diesem Jahr noch mit Hilfe der Initiative eine Lehre beginnen.
 
Das Angebot richtet sich an Personen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren. Weiterführende Informationen gibt es auf den Internetseiten der Durchstarten-Initiative.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen vom 08.07.2021

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