Flucht und Migration / Kinder- und Jugendarbeit

Integration durch Sport: Angebote für geflüchtete Mädchen und Frauen

Mädchen spielen Basketball in einer Halle, im Hintergrund sitzen wenige Zuschauer auf einer Tribüne
Bild: Alfred Leung - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Im Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS), das vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Landessportbünden durchgeführt wird, ist laut Bundesregierung die Erreichung der Zielgruppe der Frauen und Mädchen ein Querschnittsziel. Es fänden regelmäßig Maßnahmen statt, die sich explizit an diese Zielgruppe richten und an denen auch geflüchtete Mädchen und Frauen teilnehmen, heißt es in der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Sport als Integrationskatalysator für geflüchtete Mädchen und Frauen

In der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (Drucksache 19/17171, PDF) heißt es weiter, dass besonders häufig geflüchtete Mädchen und Frauen an Schwimm- und Fahrradkursen partizipierten. Aber auch Tanz und Gesundheitssport seien bei der Zielgruppe beliebt.

Im Rahmen des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ (IdS) würden ebenso wie bei den von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration geförderten Sportprojekten für Flüchtlinge bei Angeboten, die sich speziell an Frauen und Mädchen richten, „die notwendigen Schutzmaßnahmen vorgenommen, sofern es die räumliche Situation vor Ort zulässt“. Dazu zählten unter anderem von außen blickdichte Trainingsräume, die Sicherstellung, dass keine Männer während des Sports anwesend sind und der Einsatz „kultursensibler Übungsleitenden“, schreibt die Bundesregierung.

Weitere Informationen sind der Antwort der Bundesregierung (Drucksache 19/17435, PDF 296 KB) zu entnehmen.

Integration durch Sport

Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS) versorgt Sportvereine und -verbände mit vielem, was sie für die integrative Arbeit benötigen: Die 16 Programmleitungen in den Landessportbünden und - jugenden beraten und begleiten Vereine und Verbände, bieten interkulturelle Qualifizierungen an und unterstützen sie mit einer angemessenen Finanzierung. Das versetzt bundesweit mehrere Tausend Sportvereine in die Lage, Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten konkrete und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene, niedrigschwellige Angebote zu machen, die oft über reine Sportkurse oder Trainingsgruppen hinausreichen. Unterstützt werden die Neuankömmlinge zum Beispiel bei Behördengängen, Hausaufgaben und Bewerbungen. Weil die Umsetzung im Verbund leichter ist, entstehen vielerorts lokale Netzwerke, in denen die als Stützpunktvereine bezeichneten Partner von IdS mit sozialen Einrichtungen oder Migranteninitiativen zusammenarbeiten.

Quelle: Deutscher Bundestag, hib – heute im bundestag Nr. 290 vom 12.03.2020

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