Flucht und Migration / Freiwilliges Engagement

Flüchtlingen helfen - Ideen für alle, die sich engagieren möchten

Viele Erwachsene verschiedener Herkunft haben ihre Hände aufeinander gelegt
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Alltagsgegenstände spenden, Deutsch unterrichten, Behördengänge begleiten – überall in Deutschland helfen Ehrenamtliche den ankommenden Flüchtlingen. Diese Möglichkeiten gibt es, sich zu engagieren.

Sachen spenden
In vielen Städten gibt es Bedarfslisten für Sachspenden. Oft fehlt es nicht an Altkleidern, sondern an neuer Unterwäsche, an Bilder- oder Wörterbüchern, Hygiene-Artikeln oder Handy-Guthaben. Der Flüchtlingsrat oder die Flüchtlingsunterkünfte direkt geben Auskunft.

Wohnraum anbieten
In manchen Bundesländern ist es erlaubt in der eigenen WG oder Wohnung einen Flüchtling aufzunehmen, in anderen nicht. Ansprechpartner vor Ort ist in der Regel das Ordnungsamt. Hilfe bei der Vermittlung und Informationen dazu, was es zu beachten gilt, bietet www.fluechtlinge-willkommen.de. Eine Handreichung von ProAsyl informiert zur Frage "Flüchtlinge privat aufnehmen – wie geht das?" (PDF 77KB).

Behördengänge oder Arztbesuche begleiten
Wer keine Angst vor Beamtendeutsch hat, kann Flüchtlinge beim Ausfüllen von Formularen und dem Gang ins Amt unterstützen. Auch beim Arztbesuch kann es hilfreich sein, wenn jemand für den Geflüchteten dolmetscht. Seine Hilfe anbieten kann man bei den Gemeinden oder Wohlfahrtverbänden, Freiwilligenagenturen, Asylarbeitskreisen etc.

Beim Deutschlernen helfen
Viele Flüchtlinge kommen nach Deutschland ohne ein Wort der Sprache zu können. Dann bereiten selbst alltägliche Dinge Schwierigkeiten: ein Busticket besorgen, Brot kaufen, Termine vereinbaren. Mit ehrenamtlicher Nachhilfe kann man dabei helfen, ihnen grundlegende Sprachkenntnisse zu vermitteln. Auch hierzu kann man sich an die Gemeinde oder Wohlfahrtverbände, Freiwilligenagenturen, Asylarbeitskreise oder direkt an Flüchtlingsunterkünfte wenden. Informationen gibt es auch auf http://www.refconnect.de.

Patenschaften übernehmen
Viele lokale Initiativen organisieren ehrenamtliche Patenschaften. Hierzu können sich Interessierte am besten bei der Stadt informieren. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es auch die Möglichkeit, die Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu übernehmen. Hierzu informiert der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge unter http://www.b-umf.de/de/themen/vormundschaft.

"Save me"-Kampagnen unterstützen
"Save me - eine Stadt sagt ja" - unter diesem Motto setzen sich seit 2008 deutschlandweit unabhängige, lokale Initiativen für ein gemeinsames Ziel ein: Die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland über das Resettlement-Programm der Vereinten Nationen. Die Initiative organisiert in vielen deutschen Städten lokale Kampagnen (z.B. Öffentlichkeitsarbeit für eine Willkommenskultur aber auch praktische Unterstützung für Flüchtlinge, gemeinsame Aktivitäten, Mentorate, Sprachpartnerschaften etc.), die man unterstützen kann: http://www.save-me-kampagne.de.

Bei den Flüchtlingsräten informieren
Die Flüchtlingsräte sind unabhängige Vertretungen der in den Bundesländern engagierten Flüchtlingsselbstorganisationen, Unterstützungsgruppen und Solidaritätsinitiativen. In vielen Bundesländern vernetzen sie Initiativen und lokale Kontakte: http://www.fluechtlingsrat.de.

Sammlung von Hilfsprojekten für Flüchtlinge in ganz Deutschland

Der Blog "Wie kann ich helfen?" stellt Hilfsprojekte im ganzen Land vor. Auf einer Übersichtskarte lässt sich nach Projekten und Orten suchen, über die Kategorien und Schlagworte kann man sich zu neuen Ideen für Projekte inspirieren lassen: http://wie-kann-ich-helfen.info.

Weiterführende Links

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