Flucht und Migration / Sozialpolitik

Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Fachkräfte für den Standort Deutschland gewinnen

Zwei junge Männer drücken die Hände und halten sie lachend hoch.
Bild: © Daniel Ernst - fotolia.com

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz sei ein großer Fortschritt für Wirtschaft und Arbeitsmarkt, betont die Bundesregierung anlässlich des Fachkräfteeinwanderungsgipfels am 16. Dezember 2019 im Bundeskanzleramt. Es sollen innovative Projekte zur aktiven Fachkräftegewinnung umgesetzt und die Integration in Betriebe und Gesellschaft unterstützt werden.

Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist bereits heute eine der zentralen Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Laut der jüngsten Umfrage des DIHK bezeichnen mehr als 50% der Betriebe den Fachkräftemangel als ihr größtes Geschäftsrisiko. Der demografische Wandel wird sich in den kommenden Jahren zunehmend bemerkbar machen. Die Folgen des Fachkräftemangels werden aber nicht nur Unternehmen, sondern den Sozialstaat und die Gesellschaft als Ganzes betreffen.

Deshalb müssen alle Potentiale mobilisiert werden. An erster Stelle steht hierbei das Fachkräftepotential im Inland. Gleichzeitig wird Deutschland immer stärker auf die Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland angewiesen sein.

Vor diesem Hintergrund haben die Bundesminister Peter Altmaier und Hubertus Heil auch im Namen der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zum Fachkräfteeinwanderungsgipfel ins Bundeskanzleramt eingeladen. Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung und der Bundesländer, die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesagentur für Arbeit werden an dem Gipfel teilnehmen.

Innovative Projekte zur aktiven Fachkräftegewinnung

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist eine der größten Herausforderungen für unseren Wirtschaftsstandort. Klar ist: Nur mit ausreichend gut qualifizierten Fachkräften werden unsere Unternehmen ihre Innovationskraft bewahren, sich im globalen Wettbewerb behaupten und letztlich unseren Wohlstand sichern können. Mit dem heutigen Gipfel bringen wir wichtige Akteure zusammen, um gemeinsam Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Die gemeinsame Absichtserklärung ist der Grundstein für eine weitere enge Zusammenarbeit. Gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden wollen wir innovative Projekte zur aktiven Fachkräftegewinnung aus ausgewählten Drittstaaten umsetzen.“

Integration in Betriebe und Gesellschaft unterstützen

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales: „Deutschland braucht Fachkräfte. Deshalb ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ein großer Fortschritt für unsere Wirtschaft und den Arbeitsmarkt, aber auch für unsere Gesellschaft insgesamt. Jetzt geht es darum, das Gesetz mit Leben zu füllen. Wir wollen dafür sorgen, dass Fachkräfte ihren Weg schnell in die Betriebe finden, wo sie gebraucht werden. Unnötige Bürokratie wollen wir vermeiden, Anerkennungsverfahren vereinfachen, Visastellen besser ausstatten und die Antragsverfahren digitalisieren. Als Arbeits- und Sozialminister ist es mir besonders wichtig, dass die Fachkräfte gut ankommen und wir sie bei der Integration in die Betriebe und Gesellschaft unterstützen. Deshalb freue ich mich über den Schulterschluss von heute und das Bekenntnis aller, an einem Strang zu ziehen, um das Fachkräfteeinwanderungsgesetz zu einem Erfolg zu machen.“

Die Bundesregierung hat begleitend zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz, welches am 1. März 2020 in Kraft tritt, intensiv an weiteren Maßnahmen gearbeitet, die die Fachkräfteeinwanderung unterstützen sollen. Auf dem Dachportal „Make it in Germany“ stellt sie umfassende Informationen für Unternehmen und Fachkräfte zu Fragen der Fachkräfteeinwanderung bereit: www.make-it-in-germany.com/de/

Weitere Informationen zur Fachkräftesicherung finden sich außerdem beim Bundesarbeitsministerium: 
www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsmarkt/Fachkraeftesicherung/fachkraeftesicherung.html

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vom 1612.2019