Flucht und Migration / Sozialpolitik

DGB fordert Perspektive Beruf statt Warteschleifen für Jugendliche mit Migrationshintergrund

Maurer mit Bauarbeiterhelm
Bild: tpsdave / pixabay.com

Auf dem Integrationsgipfel forderte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann mehr Ausbildungschancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

"Die Strukturen des so genannten Übergangssystems müssen aufgebrochen werden. Viel zu lange wurden Geld und Energie in Warteschleifen gesteckt, die keine klare Perspektive auf eine vollqualifizierende Berufsausbildung boten. Stattdessen brauchen wir eine bessere Berufsorientierung und umfassende Unterstützungsangebote - vor allem während der Ausbildung. Angebote sollten sich auch auf die Sprachförderung beziehen und Eltern einschließen.

Darüber hinaus muss die Qualität der Integrationskurse verbessert werden - einschließlich fairer Bezahlung der Lehrkräfte. Auch Integrationskurse tragen dazu bei, Wege in die berufliche Bildung zu ebnen.

Zwischen dem Bewerbungsverhalten von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund gibt es kaum Unterschiede. Trotzdem liegen die Chancen junger Menschen mit ausländischen Wurzeln, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, deutlich niedriger. Um das zu ändern, wäre die anonyme Bewerbung ein erster Schritt.
 
Die Gewerkschaften unterstützen Jugendliche mit Migrationshintergrund auch im Rahmen tariflicher Regelungen, die es beispielsweise in der Metall-und Elektroindustrie, der chemischen Industrie und am Bau gibt."

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund vom 01.12.2014


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