Flucht und Migration / Sozialpolitik

Deutscher Landkreistag würdigt Thüringer Initiative zur beruflichen Integration geflüchteter Menschen

Gruppe von drei Männern in Werkstatt
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Der deutsche Landkreistag würdigt das Projekt "ABBA – Assistierte Berufsausbildung und Begleitung des Arbeitgebers" in Nordhausen als Best-Practice-Beispiel für die Integration von Geflüchteten im ländlichen Raum.

Arbeitsministerin Heike Werner sieht darin eine Bestätigung für den Weg, den Thüringen eingeschlagen hat: "Landesregierung, Wirtschaft und Verbände ziehen gemeinsam an einem Strang, um die große Herausforderung der Integration zu meistern. Allen ist klar, dass wir dafür einen langen Atem brauchen. Aber wir sind in Thüringen auf einem guten Weg. Wir machen das!"

Das Projekt "ABBA" wird von der Autohaus-Peter-Gruppe getragen. Ziel ist die berufliche und soziale Integration von 16 Geflüchteten aus Syrien, Eritrea und dem Irak, die eine Berufsausbildung zum Kfz-Mechatroniker in der Autohaus-Gruppe Peter in Nordhausen aufgenommen haben. Die Geflüchteten werden beim Spracherwerb, bei der Berufsausbildung und bei der Integration ins gesellschaftliche Leben unterstützt.

Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte im Dezember zum wiederholten Mal auf das große Engagement der Thüringer Wirtschaft bei der Integration geflüchteter Menschen hingewiesen. Es seien Unternehmer wie der Autohaus-Chef Helmut Peter, "die hier Verantwortung übernommen haben", sagte der Ministerpräsident in einem Interview.

Ministerin Werner unterstreicht, dass das Projekt der Autohaus-Gruppe-Peter stellvertretend für die vielen Initiativen steht, die die Landesregierung in Kooperation mit Verbänden, Kammern, der Bundesagentur für Arbeit, Vereinen und Bildungsträgern im vergangenen Jahr begonnen hat und die in diesem Jahr weitergeführt werden.

Gegenwärtig werden 39 Projekte vom Land gefördert, die auf die Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung und Arbeit zielen. 2017 stellt das Land dafür rund 4 Mio. Euro zur Verfügung. Die Projekte beinhalten die Feststellung bereits vorhandener beruflicher Kompetenzen, die Berufsorientierung, die Berufsvorbereitung sowie die Vermittlung in Ausbildung und Arbeit. Im Jahr 2016 profitierten rund 2.000 Personen von der Förderung, bis Ende 2017 wird diese Zahl auf 4.600 Personen ansteigen.

Hintergrund

Der deutsche Landkreistag würdigt in seiner Publikation vom November 2016  "Integration von Flüchtlingen in ländlichen Räumen - Strategische Leitlinien und Best Practices das Projekt (PDF, 15 MB)" ABBA als Best-Practice-Beispiel für die Integration von Geflüchteten im ländlichen Raum.

Quelle: Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie vom 12.01.2017

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